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Einmal im Jahr eine Kraftquelle

Die Fahrradgruppe am Liebfrauenberg in Rankweil. Nun geht die Fahrt wieder zurück nach Dornbirn.
Die Fahrradgruppe am Liebfrauenberg in Rankweil. Nun geht die Fahrt wieder zurück nach Dornbirn. ©Edith Hämmerle/Pfarre
Der Marientag wird in der Pfarre Hatlerdorf zu einer Wallfahrt genutzt.
Wallfahrt nach Rankweil

Dornbirn. Der Feiertag am 15. August ist der Mutter Gottes geweiht. Die katholische Kirche feiert an diesem Tag das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel. In der Pfarre Hatlerdorf in Dornbirn gehört es schon lange zur Tradition, dass der Feiertag mit einer Wallfahrt verbunden wird. So pilgerte am vergangenen Samstag, bereits eine Stunde nach Mitternacht, eine Gruppe zu Fuß zur Wallfahrtskirche am Liebfrauenberg. Auch Werner Ilg war unterwegs. Für ihn war es nicht das erste Mal. „Die Wallfahrt zur Mutter Gottes ist für mich eine Kraftquelle“, begründet er seine Motivation mitten in der Nacht nach Rankweil zu pilgern. Ilg leistet seit über zehn Jahren Sozialarbeit. Er reist regelmäßig nach Enugu (Nigeria) und unterstützt dort die Menschen mit seiner Hilfe zur Selbsthilfe. Er macht es ehrenamtlich. „Da braucht es einmal im Jahr eine Tankstelle, um den Tank wieder zu füllen“, erzählt der Dornbirner Pensionist lachend. Die Wallfahrt machte auch Irmgard Rein wieder mit, das bereits zum 36. Mal, wie sie sagt. Als „jungs Moadle“ habe sie zum ersten Mal teilgenommen“, erinnert sie sich. „Jetzt bin ich 75, und es macht mir nach wie vor Freude, und dass wir bei der Ankunft frühmorgens mit Kaffee und Selbstgebackenem erwartet werden, schätze ich sehr“, sagt die langjährige Pilgerin, denn nach dem langen Fußmarsch gibt es die willkommene Stärkung im Innenhof der Basilika.

Mit dem Fahrrad

Kurz darauf traf auch jene Gruppe ein, die mit dem Fahrrad unterwegs war. Hans Wohlgenannt, der sich in seiner Freizeit beim Radius Fahrradwettbewerb engagiert und schon lange ein Befürworter der sanften Mobilität ist, leitete die „Pedalritter“ sicher an das Ziel und wieder zurück. „Es war stockfinster, die Radwege sind unbeleuchtet, da muss man konzentriert sein die richtige Route nicht zu verfehlen“, so Wohlgenannt. Um 6 Uhr waren jedenfalls alle beim Gottesdienst in der Basilika anwesend, den Pfarrer Christian Stranz eigens für die Dornbirner Pilger zelebrierte.

„Beten mit den Füßen“

Stranz weist auf die Geschichte dieser „Hatler Pilgernacht“ hin: „Laut dem Dornbirner Historiker Franz Kalb ging die Initiative vom Mühlebacher Johann Schwendinger (Jg. 1880) aus, der um 1900 allein in der Nacht losging, um bei der ersten Frühmesse um 6 Uhr mitfeiern zu können. Als er unversehrt aus dem Ersten Weltkrieg zurückkam und aus Dankbarkeit seine private Tradition wiederaufnahm, konnte er schon eine stattliche Anzahl von Mitbetern mitnehmen. Ab 1946 feierten dann die Hatler Priester die Messe um 6 Uhr, womit sie dieser ursprünglich privaten Tradition einen offiziellen Charakter gaben.“
Er hoffe, dass auch in Zukunft Pilger diese Weise des „Betens mit den Füßen“ fortführen und darin spirituelle Stärkung erfahren. Denn die Anliegen, die man bei einer Wallfahrt Gott zu Füßen legt und durch die Fürsprache Mariens anempfiehlt, werden auch im kommenden Jahrzehnt nicht weniger werden“, betont der Moderator des Dornbirner Seelsorgeraums abschließend. EH

 

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