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Einige Vogelarten könnten binnen eines Jahrzehntes aussterben

Den Tieren fehlt es an Infrastruktur, um Nahrung und Brutplätze zu finden.
Den Tieren fehlt es an Infrastruktur, um Nahrung und Brutplätze zu finden. ©EPA/Jim Hollander (Symbolbild)
Viele Rastplätze von Zugvögeln sind bedroht oder verschwinden sogar ganz. Gründe seien Bevölkerungswachstum, Verstädterung und Umweltverschmutzung.

Das erklärte am Freitag in Bonn das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) zum Weltzugvogeltag am 11. und 12. Mai. Die natürlichen Lebensräume der Vögel an ihren Flugrouten würden zerstückelt. Einige Vogelarten könnten binnen eines Jahrzehntes aussterben, andere deutliche Rückgänge erleiden.

Meer aus Beton

“Erschöpfte Küstenvögel stoßen auf ein Meer aus Beton, wo früher Watt war, in dem sie rasten konnten”, beschrieb ein Vogelexperte die Lage. Der Weltzugvogeltag wird von Organisationen des UN-Umweltprogramms organisiert und betont die Bedeutung der ökologischen Netzwerke. 65 Länder sind in diesem Jahr beteiligt. Wichtige Zwischenstationen für Zugvögel sind unter anderem das Wattenmeer in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark. Weitere finden sich an der Westküste vor Mauretanien in Afrika, in Mexiko und im Gelben Meer vor Südkorea.

Infrastruktur fehlt

Jährlich legen etwa 50 Milliarden Vögel teils sehr lange Strecken zurück. Viele Zugvögel wie Kraniche, Störche, Küstenvögel und Adler überwinden Entfernungen von Tausenden Kilometern. Ihre Wege umspannen Länder und Kontinente. Wie Menschen ein Netzwerk etwa aus Straßen, Flughäfen und Häfen benötigen, brauchen die Zugvögel eine Infrastruktur, um Nahrung oder Brutplätze zu finden. (APA)

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