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Einheimisch, Zweiheimisch, Drei…..

Heimat.Talk Klostertal Museum
Heimat.Talk Klostertal Museum ©Doris Burtscher
Das Klostertal Museum war Schauplatz des 6. Heimat.Talk mit Ulrich Gabriel.
Heimat.Talk Klostertal Museum

Bei der 6. Auflage des Heimat.Talk in Vorarlberg begrüßte Ulrich Gabriel Emmelle Eglenceouglu und Matthias Strolz als Gesprächspartner, Bürgermeister Christian Gantner und „Hausherr“ Museumvereinsobmann Christof Thöny, sowie das Rolf-Aberer-Trio, welches für entsprechende musikalische Umrahmung der Gespräche sorgte. Viele Interessierte füllten den Heustadl des Klostertal Museum und waren gespannt auf die Heimatverbundenheit der Arlbergerin und des Klostertalers, die ihre eigenen Wege gegangen sind. „Der heutige Heimat.Talk ist für mich etwas Besonderes, da meine Partner interessante Wurzeln haben. Emmelle Eglenceouglu findet ihre Wurzeln in der Türkei, Matthias Strolz in der unmittelbaren Nachbarschaft – hier in Wald a. A.“, so Ulrich Gabriel zu Beginn des Heimat.Talk.

Emmelle Eglenceouglu ist in Lech als Tochter türkischer Zuwanderer aufgewachsen, ihr Vater, gelernter Schuhmacher, arbeitete bei der Firma Strolz. Sie erzählte wie ihre Eltern nach Lech gekommen sind, die erste Zeit in Lech und wie sie eine schöne Kindheit am Arlberg erleben durfte. Die Familie wurde in Lech voll integriert und die Familie Strolz unterstützte sie in allen Belangen. Dank ihrer Eltern kann sie heute noch ihre Muttersprache Türkisch, auf das sie sehr stolz ist. Nebenbei erzählte sie, dass ihre Verwandten, die sie jeden Sommer besuchten, gar keine Freude bezüglich ihrer Deutschkenntnisse hatten.

Informationsmanko

Beim Gespräch mit Ulrich Gabriel blickte sie sehr kritisch auf die jetzige Situation und wies auf das Informationsmanko der Bevölkerung hier in Österreich hin. Sie bemerkt aber auch wieder mehr traditioneller Einfluss, zum Beispiel das Kopftuchtragen. Leid tut ihr, dass die Ausländer, wie ein negatives Bild in die Köpfe der Gesellschaft gemeißelt sind. Sie und ihre Familie durften aber nur gute Erfahrungen erleben. Zum Thema „Burka“ meinte sie, dass es eigentlich gar nicht der Rede wert sei, über dieses „Problem“ zu sprechen. „Es gibt so wenige Burkaträgerinnen. Ich bin nicht erfreut, dass sie getragen werden. Ich bin aber auch gegen das Verbot“, so Eglencouglu und ist somit gleicher Meinung wie viele andere. Emmelle Eglenceouglu absolvierte in Bludenz die Matura, studierte in Innsbruck „JUS“ und führt in Feldkirch eine Rechtsanwaltskanzlei. Dort vertritt sie unter anderem auch viele türkische Klienten, denen sie mit ihren Türkischkenntnissen sehr helfen kann.

Politische Heimat

Matthias Strolz wuchs in unmittelbarer Nachbarschaft des Klostertal Museum in Wald a. A. in einer behüteten und glücklichen Familie auf und lebt nun mit seiner Frau und den drei Töchtern in Wien. Die politische Heimat war für viele Jahre die ÖVP. Seit Oktober 2012 ist er nun Vorsitzender der Partei NEOS – Das Neue Österreich. Auf die Frage warum er wechselte, antwortete er: „Ich war schon immer politisch interessiert. Als ich merkte, dass in der ÖVP oder überhaupt in der politischen Landschaft Österreichs einiges schief läuft, habe ich mich entschlossen, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Der Heimat.Talk mit Matthias Strolz verlief dann weitgehend rund um seine politische Heimat. Seine Heimatverbundenheit zum Klostertal bezeugte er vehement mit dem gesprochenen Dialekt. Auch das Thema „Flüchtlingsproblematik“ ging beim Heimat.Talk mit Matthias Strolz nicht ohne Spuren vorbei. „Es muss ein zweiter Arbeitsmarkt eröffnet werden mit einer Einschleifregelung.

Der wo arbeitet, muss immer mehr bekommen. Ich teile auch den Ausspruch von Merkel über das Burkatragen, bin aber auch der Meinung, dass es bei uns nicht angemessen ist.“ Zum Thema Dialekt meinte er, dass er eigentlich schon länger vom Klostertal weg ist, als er damals hier lebte. Die Verwendung des Dialektes komme sehr auf die jeweilige Situation an. Matthias Strolz nutzte den „Termin“ Heimat.Talk auch als willkommener Heimaturlaub mit seiner Familie. Neben den Treffen mit Verwandten und Freunden, bestieg er auch die Berge seiner Heimat und genoss einige schöne Tage im Ländle. „Die Sprache ist Heimat“ – dieser Ausspruch begrüßten aber alle, die beim Heimat.Talk im Klostertal Museum mit dabei waren. Das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten wurde im Anschluss im Stall gefeiert.

 

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