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"Einfacher Musikant" als oberster Chef

Feldkirch - Der 61-jährige Elmar Rederer aus Feldkirch-Nofels gehört dem Präsidium des Bundes-Blasmusikverbands an.

Mit 14 Jahren kam der heute 61-jährige Elmar Rederer zum Musikverein in Feldkirch-Nofels, hat 35 Jahre lang alle möglichen Funktionen bis zum Obmann ausgeübt und ist bis heute aktiv. Im Verein allerdings nur noch als „einfacher Musikant“, wie er sich schmunzelnd einstuft. Seit Kurzem ist es aber mit der „Einfachheit“ vorbei, denn Rederer wurde in das Präsidium des Österreichischen Blasmuskverbandes (ÖBV) gewählt und wird im kommenden Jahr Chef von 2150 Musikkapellen mit mehr als 100.000 Mitgliedern sein.

Dreier-Präsidium rotiert

Vor 50 Jahren war der Dachverband von heute mehr als 100.000 aktiven Musikantinnen und Musikanten – dazu noch etwa 60.000 Jugendlichen in Ausbildung – gegründet worden. „Die Aufgaben sind in diesem halben Jahrhundert gewaltig gestiegen, deshalb hat sich auch die Führung vor einigen Jahren neue Strukturen gegeben“, so Rederer. „Im Jahresrhythmus rotiert das Dreier-Präsidium. Ein Präsidiumsmitglied scheidet nach drei Jahren aus, für ihn rückt ein neuer Vizepräsident nach. Der ein Jahr amtierende Präsident (derzeit Horst Baumgartner) wird 2009 wieder Vizepräsident, sozusagen in der Auslaufrunde, in der sich jetzt Oskar Bernhard, Präsident 2007/2008, befindet. Der andere Vizepräsident rückt als Präsident nach. Ergänzt wird dieses Gremium durch einen neuen Vizepräsidenten, der dann wieder im folgenden Jahr Präsident wird. Diese Ehre ist nun mir zuteil geworden und ich bereite mich jetzt als Vize auf die Präsidentschaft 2009/2010 vor.“ Rederer geht mit großem Eifer an seine Aufgabe heran. Schon als Vizepräsident will er vor allem das EDV-Projekt entwickeln und damit den Vereinen bundesweit einen erweiterten Service bieten. Parallel dazu sollen Vereinsfunktionäre in Organisation und Vereinsführung geschult werden.

Ehrenamtlichen helfen

„Einen Verein zu führen, Großveranstaltungen zu organisieren, wird immer aufwendiger und arbeitsintensiver. Deshalb möchten wir diesen Idealisten, die solche Aufgaben übernehmen, bestmögliche Hilfestellung bieten. Das geht bis zum Versicherungswesen oder AKM-Abrechnungen. Für all das möchten wir Muster entwickeln, auf die Vereinsfunktionäre jederzeit zugreifen können.“ Auch geht es darum, die Arbeit in den Vereinen und Landesverbänden auf eine gesunde finanzielle Basis zu stellen, um Projekte auch umsetzen zu können. Dies betrifft in hohem Maße die Jugendausbildung, in der man noch tiefer ansetzen will und in Zusammenarbeit mit den Musikschulen das „Junior-Leistungsabzeichen“ für Sechs- bis Siebenjährige einführen will. Erfahrungen dafür hat Rederer reichlich gesammelt. Als langjähriger Vereinsfunktionär und später im Landesverband, wo er seit 2001 Vize-Obmann ist, und seit 1996, als er als Obmann des Förderkreises für das Sinfonische Blas­orchester Vorarlberg wurde. Seine erfolgreiche Arbeit in Landesverband und Förderkreis machten im ÖBV Eindruck, und er wurde für höhere Aufgaben ausersehen.

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