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Einfach mal was Schönes: Kritik und Trailer zum Film

Mittlerweile hat sich Karoline Herfurth auch als Regisseurin einen Namen gemacht. Mit "Einfach mal was Schönes" läuft nun ihr neuer Kinofilm an. Darin spielt sie die Radiomoderatorin Klara, die ein Kind bekommen will, dafür aber keinen passenden Mann findet. Kurzerhand entschließt sie, das Familienprojekt alleine durchzuziehen.

Braucht man zum Kinderkriegen unbedingt einen festen Partner? Diese Frage stellt Karoline Herfurth in ihrem neuen Kinofilm. Als Regisseurin macht sie eine Sache ganz clever - zu sehen ab Freitag in den heimischen Kinos.

Einfach mal was Schönes - Kurzinhalt zum Film

Wer, bitteschön, will nicht einfach mal was Schönes? Regisseurin Karoline Herfurth (38) hat für ihren neuen Film einen ziemlich klugen Titel gewählt. Radiomoderatorin Karla möchte schwanger werden, aber mit dem Datingleben läuft es eher suboptimal. An Einsatz mangelt es nicht, schließlich quält sie sich bei einem Kennenlernen sogar durch einen Schlammparcours. "Ich dachte, das wär' halt mal was anderes für ein erstes Date", erzählt der Typ.

Am Ende aber laufen Karlas Bindungsversuche meist ins Leere. "Ich zieh' immer die Idioten an", sagt sie an einer Stelle. Und eine Freundin attestiert ihr, sie gebe ihr Selbst eben auch immer an der Garderobe ab, wenn sie einen neuen Typen kennenlerne. Karla braucht also eine andere Lösung, um ihr Familienprojekt durchzuziehen. Sie beschließt, den Kinderwunsch ohne Liebespartner anzugehen.

Einfach mal was Schönes - Die Kritik

Mit ihrem neuen Film "Einfach mal was Schönes" widmet sich Karoline Herfurth nicht nur einem aktuellen Thema. Schließlich wird offener über alternative Familienmodelle gesprochen, etwa über die Idee, dass sich zwei Freunde zur Co-Elternschaft zusammenschließen.

Herfurth erzählt auch eine Geschichte, die über dieses Thema hinausgeht. In Karlas Leben gibt es nämlich eine Reihe anderer Frauen, die alle ihre eigenen Themen haben. Ihre Mutter mit dem Alkoholproblem zum Beispiel (Ulrike Kriener) oder ihre recht toughe Schwester (Nora Tschirner). Herfurth selbst führt nicht nur Regie, sondern spielt auch die Hauptrolle. Ähnlich wie bei ihrem letzten Film, der Tragikomödie "Wunderschön".

Der neue Film erinnert ein bisschen an Süßigkeiten, wie man sie früher am Kiosk gekauft hat. Vieles ist schön verpackt in Retrooptik und ordentlich grell. Manchmal kracht, zischt und knallt es etwas zu viel. Aber am Ende bleibt ein gutes Erlebnis.

Letztlich setzt sich der Film mit Familiensystemen und deren Problemen auseinander, mit dem Erwachsenwerden und der Herausforderung, seinen eigenen Weg zu finden. Toll wird der Film gerade in den Momenten, in denen es mal nicht zischt und knallt. Dann kann man sich freuen über die tollen Schauspielerinnen im Film. Kathrin Angerer etwa hat eine witzige, kleine Rolle. Und Jasmin Shakeri sollte man öfter sehen.

Was Herfurth recht clever macht: Sie nutzt Klischees - etwa von der Frau, die vermeintlich keinen abbekommt - und kontrastiert diese Vorstellungen mit neuen Ideen. Im Film hätte sie das noch konsequenter durchziehen können, denn am Ende geht es zwischen Berliner Pfaueninsel und Babelsberger Schloss natürlich doch auch um eine Liebesgeschichte. Parallel zum Kinderprojekt lernt Karla nämlich einen Mann kennen. Manches geht also doch recht glatt aus. Aber vielleicht ist das auch der Teil, den das Kino an Illusion liefern soll. Einfach mal was Schönes halt.

(APA/Red)

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