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"Einer für alle, alle für einen"

Bregenz – Schon als kleiner Junge war Herbert Knapp oft zu Besuch bei den Feuerwehrmännern in Bregenz. Sein Onkel hat ihn immer wieder zu seinen Kollegen mitgenommen und ihm alles gezeigt. „Er war mein absolutes Vorbild. Und mit seinen Erzählungen hat er mich nachhaltig beeindruckt“, erinnert sich der 78-Jährige.

Die logische Konsequenz: Im Jahr 1951 wird er als Jungfeuerwehrmann aufgenommen. Zehn Jahre später wird er sogar zum Schriftführer und Chronisten gewählt. In dieser Funktion hat er unzählige Festschriften verfasst – auch für das anstehende 150-Jahr-Jubiläum. Und selbst das Vereinsarchiv hat er fest im Blick: „Die gesamten Akten, von der Gründung bis heute, sind in tadellosem Zustand.“

Aktiver Feuerwehrmann

Während seiner aktiven Zeit als Feuerwehrmann bekämpfte der Bregenzer rund 50 Brände und bewies innerhalb der Wasser-, Schlauch- und Angriffstrupps seinen Mut. „Bei der Feuerwehr muss einfach jeder alles können. Diese Abwechslung macht auch den besonderen Reiz aus“, erklärt der gelernte Hafnermeister. Dabei haben sich vor allem zwei Ereignisse in seine Erinnerung „gebrannt“. Einerseits einer seiner ersten Einsätze, als in den 1950er-Jahren das Gebäude der Firma Kretschmer in der Arlbergstraße in Flammen stand und das Feuer auf die angrenzenden Gebäude überzugreifen drohte. Andererseits die Überschwemmung des Jahres 1955, als die Innenstadt von Bregenz in kurzer Zeit 60 Zentimeter tief unter Wasser stand. „Es war selbstverständlich zu helfen und ich habe nur meine Pflicht getan“, gibt sich der Pensionist bescheiden.

In seiner 60-jährigen Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr war allerdings nicht etwa ein erfolgreich gelöschter Brand der Höhepunkt, sondern vielmehr die Übergabe des erweiterten Gerätehauses zu einem modernen Einsatzzentrum im Jahr 2000. „Als Anerkennung für meinen Einsatz wurde ich mit dem Dienstkreuz des Landesfeuerwehrverbands in Bronze ausgezeichnet“, zeigt sich das ehemalige Stadtvertretungsmitglied erfreut. Darüber hinaus erhielt er für seine langjährige Treue die Feuerwehrmedaille des Landes Vorarlberg in Bronze, Silber und Gold. Doch das scheint dem ehrenamtlichen Chronisten nur sekundär wichtig zu sein. „Für mich war es immer entscheidend, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Ich habe mich immer gerne für die öffentliche Sicherheit engagiert“, verrät Knapp.

150-jähriges Jubiläum

In diesem Jahr feiert die Freiwillige Feuerwehr Bregenz ihr 150-jähriges Jubiläum und richtet daher das Landesfeuerwehrfest vom 1. bis 3. Juli aus. „Das ist für mich ein ganz besonderer Anlass, schließlich habe ich mich intensiv mit der Feuerwehr-Geschichte beschäftigt.“ Auf die Begegnungen mit den Menschen und die Gespräche mit altgedienten und junggebliebenen Feuerwehrmännern ist Knapp während der „Feiertage“ besonders gespannt. Sowie auf den Slogan von einst, der auch heute noch seine Gültigkeit trägt und die Männer der freiwilligen Feuerwehr aus Bregenz zutiefst verbindet: „Einer für alle, alle für einen – Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“
VN/Wolfgang Heyer
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