Eine "runde und körige Sach"

Gute Stimmung herrschte beim Abschluss vom youngCaritas Sozialzertifikat mit den Lehrlingen der Zumtobel Group!
Gute Stimmung herrschte beim Abschluss vom youngCaritas Sozialzertifikat mit den Lehrlingen der Zumtobel Group! ©Sabrina Norte
Wirtschaftliche, ökologische und soziale Themen beschäftigen nicht nur die heimische und globale Politik.
Eine „runde und körige Sach´“

Auch viele Jugendliche setzen sich intensiv mit diesen Themen auseinander und wollen die Welt damit ein kleines Stückchen besser machen. Im Rahmen des Sozialzertifikates für Lehrlinge der youngCaritas machten 16 Lehrlinge der Zumtobel Group genau das und bewiesen damit einen weiten – und durchaus erwünschten - Blick über den beruflichen Tellerrand hinaus.

Gespannte Vorfreude gepaart mir etwas Nervosität lag in der Luft, als der Finaltag des Sozialzertifikates für die 16 Jugendlichen im zweiten Lehrjahr anbrach. Denn die jungen Männer und Frauen präsentierten zum ersten Mal vor einem größeren Publikum, was sie in den vergangenen sechs Monaten gemeinsam mit der youngCaritas in ihren Projektgruppen erarbeitet haben. Warum es für die Firma Zumtobel so wichtig ist, dass sich ihre Schützlinge im Rahmen ihrer Ausbildung auch mit nicht-fachspezifischen Themen beschäftigen, erklärt Thomas Kresser, Ausbildungsleiter bei Zumtobel: „Natürlich ist es uns wichtig, gute Facharbeiterinnen und Facharbeiter auszubilden. Für uns gehört aber auch dazu, über den berühmten Tellerrand zu blicken.“

Macht die Augen auf!
Und genau diesen Blick bewiesen die Jugendlichen bei ihren Präsentationen zu den Themen kulturelle Vielfalt, ökologische Nachhaltigkeit und Sucht. Sie führten im Vorfeld Interviews, recherchierten im Internet und in Büchereien und fuhren quer durchs ganze Land, um die notwendigen Infos zu erhalten.

Sie kreierten und organisierten einen Peer-Workshop und gestalteten Social Media Posts, um andere Menschen mit ihrer Botschaft zu erreichen und um selbst zu lernen, wie kulturelle Vielfalt gelebt werden kann, wie Lebensmittel nicht verschwendet werden müssen oder wie schnell es gehen kann, in den Kreislauf der Sucht zu geraten.

„Ich hätte nicht gedacht, dass 44 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher schon einmal von Diskriminierung betroffen waren“, erzählt ein Teilnehmer schockiert. Ein anderer ging direkt mit einem Apell in die Präsentation seiner Gruppe: „Macht die Augen auf. Nicht alle Lebensmittel, die abgelaufen sind, müssen gleich entsorgt werden. Das ist pure Verschwendung.“

Nicholas Zumtobel, Enkel des Firmengründers, war nach der Präsentation „seiner“ Lehrlinge begeistert vom Ergebnis und der Zusammenarbeit mit der youngCaritas: „Die Lehrlinge haben viel Mut bewiesen, diese Themen anzusprechen. Ihre Präsentationen waren authentisch und engagiert – eben eine runde, körige Sach´. Sie haben viel für ihre berufliche Zukunft und auch für ihr eigenes Leben gelernt und konnten sich in einem sicheren Rahmen austesten. Wir freuen uns, auch weiterhin mit der youngCaritas zusammenarbeiten zu können.“

Sabine Fulterer, Teamleiterin der youngCaritas, freut sich über die gelungene Veranstaltung und das Engagement der Lehrlinge: „Trotz erschwerter Bedingungen durch Corona haben alle Gruppen hervorragend mit uns zusammengearbeitet und uns immer wieder mit ihrem neu erlernten Wissen und ihrem Engagement überrascht. Es hat Spaß gemacht, sie ein Stück ihres beruflichen Weges begleiten zu dürfen und wir freuen uns schon darauf, auch die nächsten Lehrlinge im zweiten Ausbildungsjahr von Zumtobel mit dem Sozialzertifikat begleiten zu dürfen.“

www.caritas-vorarlberg.at
vbg.youngcaritas.at

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