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Eine Frau mit Durchblick

Lochau - Sie ist eine Frau mit Durchblick. Und das in jeder Beziehung. Claudia Priglinger managt nicht nur einen Haushalt mit zwei Kleinkindern, sondern macht auch in der medizinischen Forschung von sich reden.

Erst unlängst erhielt die junge Lochauerin als erste Österreicherin den Forschungspreis der deutschen Gesellschaft für Augenheilkunde verliehen. Die mit 20.000 Euro verbundene Auszeichnung ist der höchstdotierte Preis, den die Gesellschaft zu vergeben hat. „Es freut mich, dass meine Arbeit so große Wertschätzung erhält“, sagt die Ärztin in der ihr eigenen bescheidenen Art.

Bis vor Kurzem noch war Dr. Claudia Priglinger an der Münchner Universitätsaugenklinik tätig. Mittlerweile ist sie ihrem Mann, Siegfried Priglinger, an das AKH Linz gefolgt, wo er als Primar die Abteilung für Augenheilkunde leitet. Seine Frau wird dort den Aufbau eines molekular- und zellbiologischen Labors weiter betreiben. Aber auch den Münchner Kollegen bleibt sie erhalten. „Ich werde halt pendeln“, sagt Claudia Priglinger, die als Claudia Alge zum Medizinstudium nach Wien ging, wo sie schließlich ihren Mann kennenlernte.

Das beruflich weitsichtige Paar machte schon früher viel gemeinsam. Nach dem Studium zog es beide an die Harvard-Universität nach Boston. Einzige Abweichung: Claudia blieb länger und startete dort ihre wissenschaftliche Karriere. Im Rahmen eines eineinhalbjährigen Forschungsaufenthaltes studierte sie den Einfluss von Strahlentherapien auf die Zellbiologie.

Zurück in Europa setzte die Augenärztin ihren Schwerpunkt auf die Erforschung von Netzhauterkrankungen. Mit 36 Jahren hat Claudia Priglinger außerdem schon zahlreiche viel beachtete Publikationen zu molekular- und zellbiologischen Veränderungen bei der altersbedingten Makuladegeneration veröffentlicht. Makuladegeneration ist übrigens die häufigste Erblindungsursache in der westlichen Welt.

Neuer Therapieansatz

Das von der deutschen ophthalmologischen Gesellschaft ausgezeichnete Forschungsprojekt beschreibt einen neuen Therapieansatz, mit der eine schwerwiegende Komplikation nach einer Netzhautoperation behandelt und die Erblindung verhindert werden kann. Claudia Priglinger hat einen für die Entstehung der Erkrankung verantwortlichen Mechanismus entdeckt und erfolgreich Substanzen zu dessen Unterdrückung getestet. „Die Kombination von Grundlagenforschung und patientenorientierter Anwendung ist es, was mich an meiner Arbeit fasziniert“, erklärt Priglinger. Und sie nicht loslässt. Nächstes Ziel der engagierten Ärztin ist die Habilitation.

ZUR PERSON

  • Geboren: 18. August 1971 in Bregenz
  • Wohnort: Linz, verheiratet,
  • Kinder: Laura 3 Jahre, und Raphael, 2 Jahre
  • Beruf: Augenärztin
  • Hobbys: Lesen, ein „bisschen Sport“
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