Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Ein Wegbereiter und Globetrotter

©VN/ Roland Paulitsch
Bregenz - Helmut "Bömsl" Amann war vor 40 Jahren Vorarlbergs erster Handball-Teamspieler.

Handball. Eine EM-Teilnahme, wie sie seit gestern Matthias Günther und Co. vorweisen können, fehlt in seiner Statistik. Doch sonst hat das Vorarlberger Urgestein in Sachen Handball alle Stückchen mitgespielt. Am 17. Oktober 1969, wenige Tage nach seinem 20. Geburtstag, absolvierte Amann als erster Vorarlberger ein A-Länderspiel und führt damit eine Liste an, die mittlerweile rund 25 Spieler umfasst. Noch heute sind “Bömsl” viele Eindrücke seiner gut 40-jährigen Karriere präsent. “Es war schon eine verrückte Zeit, sie hat mein Leben maßgeblich geprägt”, betont der rüstige 60er. Dabei sind es nicht nur die Geschichten rund um seine Teamkarriere, die 28 Länderspiele umfasst und 1976 aus beruflichen Gründen endete, die in Erinnerung geblieben sind. Unvergessen ist der Auftritt im November 1969 in Reykjavik, als Amann in der zweiten Halbzeit aufs Spielfeld kam, mit drei Stemmwurf-Toren für viel Aufsehen sorgte und ihm eine Einladung beim deutschen Klub FA Göppingen einbrachte. Amann: “Als wir beim Rückflug in Frankfurt gelandet sind, hat mein damaliger Teamkollege Christian Patzer zu mir gesagt, ich soll für ein Probetraining zum Bundesligisten mitkommen.” Geblieben sind auch viele Anekdoten, auf die Amann, in den Jahren 1973 bis 78 erster Ländle-Söldner bei VÖEST Linz, zurückblicken kann. “Jeweils am Freitag bin ich mit dem Zug nach Linz gefahren. Am Bahnhof holte mich der Werkchauffeur der VÖEST mit einem Mercedes ab. Nach dem sogenannten Verständigungstraining am Vormittag wurde ich vom Trainer zu Kaffee und Kuchen eingeladen und konnte mich bei ihm zu Hause auf dem Sofa noch vor dem Spiel ausruhen.” Im Verlauf der vier Jahre bei den Linzern hat Amann rund 180.000 Kilometer im Zug zurückgelegt. “Nach der ersten Saison brauchte ich vor der Fahrt kein Abteil mehr reservieren. Der Schaffner des Nachtzugs hat mich in Feldkirch persönlich begrüßt und mich in Wels geweckt – damit ich nicht verschlafe”, erinnert sich Amann.

Daumendrücken in Linz

Die Kontakte nach Oberösterreich und zu den ehemaligen Teamkollegen sind bis heute nicht abgerissen. Deshalb besucht Amann auch einige Spiele der EURO 2010, um die persönlichen Kontakte zu pflegen. Daneben will der Versicherungskaufmann aber auch seine Verbundenheit zum Nationalteam zeigen. “Ich kenne viele Spieler persönlich und bin stolz darauf, wie sich der Handball entwickelt hat. Ich traue dem Team mit Unterstützung der Fans einiges zu – hoffentlich reicht es für die Hauptrunde.”

ZUR PERSON

Helmut “Bömsl” Amann

Das Bregenzer Handball-Urgestein bestritt als erster Vorarlberger am 17. Oktober 1969 in Baden ein A-Länderspiel. Die Auswärtspartie gegen die Schweiz wurde mit 8:20 Toren verloren.

Geboren: 4. Oktober 1949

Familie: verheiratet mit Elisabeth, Sohn Martin (29), Tochter Caroline (27)

Beruf: Versicherungskaufmann (eigene Agentur in Bregenz)

Stationen als Spieler: SW Bregenz, VÖEST Linz (1973 bis 1978), Fides St. Gallen (1978 bis 1980), SW Bregenz (1989)

Stationen als Trainer: SW Bregenz (1980 bis 1989, Spielertrainer)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg Sport
  • Bregenz
  • Ein Wegbereiter und Globetrotter
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen