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Ein Wanderer zwischen Welten

Bregenz - Das Leben zeichnet oft bemerkenswerte Quergänge. Markus Schwaigkofler kann das mit seinen erst 33 Lebensjahren bestätigen. Er sitzt auf seinem Sessel in der Direktion der Privatschule Marienberg und scheint sich immer noch irgendwie darüber zu wundern, dass er jetzt der neue Leiter einer altehrwürdigen Schule ist.

„Ja“, sagt er mit zurückhaltendem Lächeln, „es kam wirklich alles sehr schnell und überraschend.“

Scharfer Haken

Der Reihe nach. Als der Fußacher am BG Blumenstraße maturierte, wusste er was er wollte: Theologie studieren. Mit dem Gedanken, Priester zu werden. Er studierte in Inns­bruck, nahm dort auch Philosophie und Psychotherapie in sein Programm auf. Fünf Jahre verbrachte er am Pries­terseminar. Doch dann entschied er sich, nicht Priester zu werden. Dem Zivildienst folgte der erste scharfe Haken auf Schwaigkoflers Lebensweg. „Ich bewarb mich bei Bos­ton Consulting, wollte meine Erfahrungen in einem völlig neuen Bereich verwerten.“ Der Vorzugsschüler- und -Student schaffte den Absprung. „Als einer von den zehn Prozent Exoten, welche das Unternehmen aufnimmt. Denn all die anderen haben eine einschlägige Vorbildung.“

Die andere Welt

Schwaigkofler zog aus. Nach Zürich, dann in die pulsierende Weltmetropole Sao Paulo nach Brasilien. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen. Vier Jahre arbeitete der Ex-Theologiestudent als Consultor, ehe er die nächste Wende in seinem Leben vollzog. Es zog ihn in eine völlig andere Welt. Und zwar nach Rumänien zu einem Sozialprojekt. Nach kurzer Zeit kehrte er in die Heimat zurück. „Da fragte mich Benno Elbs, ob ich nicht neuer Direktor am Marienberg werden wolle. Und jetzt bin ich hier.“

Erbe weiterführen

Der ehemalige Regionalliga-Fußballer (Hard, Rum) tritt an der katholischen Privatschule in große Fußstapfen. Sein Vorgänger Thomas Smodics war ein sehr beliebter, kraftvoller Direktor, der am Marienberg viele Entwicklungen eingeleitet hat. Smodics verstarb im Sommer nach einer schweren Krankheit. „Ich werde dieses Erbe weiterführen“, verspricht Schwaigkofler. Aber natürlich möchte er auch eigene Akzente setzen. Schließlich kann der junge Direktor ja auch am Marienberg seine vielfältigen Erfahrungen aus aller Welt einsetzen. Für eine Schule, die mutig in die Zukunft schreitet. Und der neue Ideen, aufgeschnappt in der großen weiten Welt, daher sicher nicht schaden können.

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