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Ein vermeintlich Naiver kommt zu Wort

©Otmar Burtscher, Salzburg, Öl auf Karton, o.J. (Repro vorarlberg museum)
Im Rahmen der Sonderausstellung im Museum Großes Walsertal wird die erste Publikation über den Maler Otmar Burtscher vorgestellt.

Zwei sehr verschiedene Präsentationen der ersten selbstständigen Publikation zu Werk, Leben und Umfeld des Altachers Otmar Burtscher (1894 – 1966):

Zuerst steigt im Museum Großes Walsertal in Sonntag ein Fest, bei dem die Sonderausstellung 2020/21 mit Schlüsselwerken des "naiven" Künstlers aus einer Walser-Familie gefeiert wird (Freitag, 7. 8., 18 Uhr). Am Sonntag darauf (9. 8., 11 Uhr) erweisen junge Künstler dem Maler und "lebenspraktischen Architekten" mit einer Performance beim Kooperationspartner vorarlberg museum in Bregenz ihre Reverenz.

Zur Feier in Sonntag spielt Herbert Walser Trompetenmusik – wie einst der Autodidakt selbst vor seiner schweren Verwundung an der Front, 1917. Die Ansprache hält die Kulturjournalistin und Kritikerin Ingrid Bertel, die ihre Jugend unter einem Stillleben Burtschers verbracht hat. Vorher und nachher, um 17.15 Uhr und um 19.30 Uhr, gibt es jeweils Führungen mit Theresia Bickel, der Verantwortlichen für die Sonderausstellungen, und Willibald Feinig, dem Kurator, Autor und Herausgeber des Bandes "Kein Stern stört den Andern".

Der im Verlag Bibliothek der Provinz erschienene Band ruft in Erinnerung, dass der Sonderling vom Ortsrand nicht nur als Maler ein Geheimtipp war und ist, sondern auch ein Denker. Lang vor den Krisen, die gegenwärtig den Planeten erschüttern, hat er aufgrund seiner bescheidenen Lebensumstände geahnt, wohin gedankenloser Konsum, Tourismus, Konkurrenz und Gewinnsucht führen, und nach Alternativen gesucht. Der Kunst kommt dabei eine zentrale Rolle zu, wie Auszüge aus Burtschers Notizheften zeigen. Weitere Beiträge stammen von Kathrin Dünser und Elfriede Plangg; sie fügen das Werk des Autodidakten und Meisters der Blumen-Apotheosen in die lokale und internationale Kunstgeschichte ein.

Bei der Matinee in Bregenz am 9. August erweisen Künstler der übernächsten Generation um Tobias Fend, Nikolaus Feinig und Simon Vith der herausfordernden Erscheinung ihre Reverenz; die Gruppe ist in verschiedener Zusammensetzung mit musikalisch-literarischen Performances  z.B. im Rahmen von "Texte und Töne" hervorgetreten.

Das Buch "Kein Stern stört den Andern. Der Maler Otmar Burtscher", herausgegeben von Willibald Feinig, ist im vorarlberg museum, im Buchhandel und zu einem Sonderpreis im Museum Großes Walsertal in Sonntag erhältlich. Die gleichnamige Ausstellung wurde möglich durch die Zusammenarbeit der beiden Museen, dank Unterstützung von Landes-, Gemeinde- und privater Seite und durch Leihgaben aus öffentlicher und privater Hand, v.a. in Altach und Feldkirch. Sie ist geöffnet sonntags von 14 – 17 Uhr und freitags von 16 bis 19 Uhr sowie auf Anfrage (www.walsermuseum.at). Der Titel ist ein Zitat aus Burtschers Aufzeichnungen und  fasst einen immer wiederkehrenden  Gedanken des vermeintlich naiven Malers zusammen.

  • Kein Stern stört den Andern. Der Maler Otmar Burtscher (1894-1966)
  • Feier zur Sonderausstellung und Buchpräsentation mit Ingrid Bertel und Herbert Walser
  • Freitag, 7. August 2020, 18 Uhr, Museum Großes Walsertal, Sonntag (dazu Führungen  um 17.15 Uhr und 19.30 Uhr)
  • Sonntag, 9. August 2020, 11 Uhr, vorarlberg museum, Bregenz
  • Musikalisch-literarische Matinee und Buchvorstellung mit Tobias Fend, Nikolaus Feinig, Simon Vith u.a.
  • (Anmeldung erforderlich: info@vorarlberg,museum.at)
  • Willibald Feinig (Hrsg.), Kein Stern stört den Andern. Der Maler Otmar Burtscher.
  • Wien-München-Weitra (Bibliothek der Provinz) 2020, 64 S., ill., ISBN 978 3 99028 940 2

Quelle: Willibald Feinig

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