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Ein Toter in Tirol

Die Hochwasserkatastrophe in Tirol hat ein Todesopfer gefordert. Laut Landeswarnzentrale gab es in Längenfeld im Ötztal einen Toten und einen Schwerverletzten. Das Unglück ereignete sich beim Abgang einer Steinlawine.

Nähere Details zu dem Unglück waren zunächst unbekannt. Die Hochwassersituation im Westen Österreichs war unterdessen am Dienstag weiter dramatisch.

In Vorarlberg gab es die ersten Verletzten. In der Bregenzerwälder Gemeinde Reuthe kam es in einem Wohnhaus zu einer Explosion, nachdem das Hochwasser die Haustüre eingedrückt hatte. Vermutlich kam es durch einen Kurzschluss zu der Gasexplosion. Trotz ihrer zum Teil schweren Verletzungen konnten sich die sechs Bewohner auf das Dach retten, wo sie von der Feuerwehr gerettet wurden.

Von den Folgen der anhaltenden starken Regenfälle waren sämtliche Landesteile betroffen. Der Bahnbetrieb in ganz Vorarlberg wurde am Dienstag aufgrund der Schäden durch Muren und Unterspülungen eingestellt. Zahlreiche Orte in Vorarlberg sind nicht erreichbar.

Auch in Tirol spitzte sich die Hochwassersituation weiter zu. Bei Pflach im Bezirk Reutte brach ein Damm. 100 Häuser sowie Campingplätze mussten evakuiert werden. Evakuierungen gab es vor allem auch im Bezirk Landeck.

Vom Hochwasser betroffen ist auch die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. In der Studienabteilung und Teilen der Bibliothek war nach Angaben der Uni am Dienstagvormittag bereits „Land unter“. Die tief gelegenen Geschosse und die Tiefgarage wurden weitgehend geräumt.

Das Bundesheer befindet sich in Tirol, Vorarlberg und in der Steiermark, wo sich am Dienstag die Hochwassersituation entspannte, mit 450 Mann im Assistenzeinsatz.

„Soforthilfe ist das oberste Gebot der Stunde“, sagte Vizekanzler Gorbach bei seinem Besuch in Innsbruck. Er machte sich im Auftrag der Regierung ein Bild der Hochwasserlage in Tirol und Vorarlberg. Im Katastrophenfonds sind laut Gorbach-Sprecher Martin Standl 30 Millionen Euro. Um darüber sofort zu verfügen, bedarf es eines so genannten Umlaufbeschlusses der Bundesregierung, den alle Minister unterschreiben müssen.

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