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Ein System, das funktioniert

Bürgermeister Florian Kasseroler, Vize Herbert Greussing und die Schweizer Gäste mit Geißen-Königin Andrea.
Bürgermeister Florian Kasseroler, Vize Herbert Greussing und die Schweizer Gäste mit Geißen-Königin Andrea. ©Elke Kager Meyer
  Sven Baumgartner erläuterte, wie durch Ziegen Alpflächen freigehalten werden können   Wenn man Landschaftsfotos aus Nenzing und anderen Walgaugemeinden aus den 50-er-Jahren mit aktuellen vergleicht, ist augenscheinlich: Hangflächen wachsen zunehmend mit Bäumen und Büschen zu, ...

 

Sven Baumgartner erläuterte, wie durch Ziegen Alpflächen freigehalten werden können

 

Wenn man Landschaftsfotos aus Nenzing und anderen Walgaugemeinden aus den 50-er-Jahren mit aktuellen vergleicht, ist augenscheinlich: Hangflächen wachsen zunehmend mit Bäumen und Büschen zu, ähnlich die Situation auf vielen Alpen. „Die Büsche und Bäume wachsen fast in unsere Stuben herein“, machten sich der Nenzinger Bürgermeister Florian Kasseroler sowie Vizebürgermeister Herbert Greussing Gedanken, wie dem entgegenzuwirken ist. Bei der Recherche stieß Greussing auf ein Projekt, das am landwirtschaftlichen Zentrum im schweizerischen Salez umgesetzt wurde. Kurzerhand lud der Nenzinger e5-Ausschuss Sven Baumgartner, der federführend an diesem Projekt beteiligt ist, zu einem Vortrag nach Nenzing.

Das Prinzip ist einfach erklärt. Durch die vermehrte Haltung von Ziegen kann einer zunehmenden Verwaldung von Weideflächen vorgebeugt werden. Ein Verein von Ziegenzüchtern wurde gegründet, mit der „Alp Malschüel“ eine Alpe gepachtet – zwischenzeitlich wird diese seit fünf Jahren erfolgreich mit Ziegen und Rindern bestoßen. „Es lag sehr viel Arbeit darin“, erzählte Sven Baumgartner, dass neben der Arbeit auf der Alpe auch viel Zeit in die gemeinsame Vermarktung der Produkte sowie in Lobby-Arbeit gesteckt wurde. „Uns war klar, dass wir nur gemeinsam zu Erfolg kommen“, holte der Verein von Anfang an Forst, Jagd, Alpeigentümer sowie die Landwirtschaft mit ins Boot. Der Erfolg gibt dem Projekt recht: Jahr für Jahr werden die Weideflächen größer und qualitativ besser. „Die Kombination mit Rindern und Geißen eignet sich sehr gut“, resümiert Sven Baumgartner zufrieden. Freilich gehörte eine enorme Portion Optimismus dazu. „Die Freude an der Arbeit, der Idealismus und der Pioniergeist waren Motivation für uns.“ Das Projekt könnte Schule machen – das Interesse am Vortrag war jedenfalls enorm und der Wolfhaus-Dachboden platzte aus allen Nähten. „Wir werden verschiedene Ideen im e5-Ausschuss diskutieren und gemeinsam überlegen, was für das Nenzinger Gemeindegebiet Sinn macht“, greift Herbert Greussing die Idee auf.

 

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