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Ein Projekt, das Musik, Tanz und Menschen verbindet

Die Begeisterung der Beteiligten war bei der ersten gemeinsamen Probe förmlich spürbar.
Die Begeisterung der Beteiligten war bei der ersten gemeinsamen Probe förmlich spürbar. ©cth
Das Tanzhaus Hohenems probt aktuell für ein großes Konzert, das Inklusion kreativ lebt.
Ein Projekt, das Musik, Tanz und Menschen verbindet

Hohenems. Eine außergewöhnliche Zusammenarbeit erweckt Joseph Haydns „Die Schöpfung” zum Leben. Das Tanzhaus Hohenems hat gemeinsam mit dem Oratorienchor Wangen und den Tänzerinnen der Dance Art Company Dornbirn ein besonderes – und wie man bei der ersten gemeinsamen Probe am vergangenen Montag miterleben konnte – vor allem bewegendes Projekt gestartet. Unter der Leitung von Britta Hafner und Liba Šelner (Tanzhaus Hohenems), Markus Zmölnig (künstlerischer Leiter) sowie Friedrich-Wilhelm Möller (Chorleiter des Oratorienchors Wangen) und Christine Hefel (Dance Art School) vereint die Initiative Menschen aus Vorarlberg und dem Allgäu zu einem kulturellen und inklusiven Erlebnis.

Ein Projekt mit wichtigen Werten

Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf zeigen sich gemeinsam als Kulturschaffende, die mitreißend, berührend und professionell performen. Das erste Aufeinandertreffen diese Woche in der Volksschule Schwefel war zunächst mit etwas Aufregung verbunden, schließlich war es für alle Beteiligten ein neues und aufregendes Unterfangen. „Es ist für uns das erste Mal mit einem Chor in dieser Größe zu proben und wir sind gespannt was passiert und ob es nicht allzu chaotisch wird, sind aber guter Dinge, dass wir ein tolles gemeinsames Projekt entwickeln können“, so Britta Hafner. Die Sorgen lösten sich an diesem Abend schnell in Luft auf und die knapp 70 Protagonisten bewiesen keinerlei Berührungsängste. Musik verbindet.

Haydns Meisterwerk neu interpretiert

Parallel zu den ersten Tönen des Klaviers und der Chorstimmen, beginnen sich die Tänzerinnen und Tänzer langsam am Boden zum Rhythmus zu bewegen. Und dann singt der Chor „Und es ward Licht!“ und die Gruppe erhebt sich zu einem wuseligen Durcheinander.

Das Tanzen, der künstlerische Ausdruck der Bewegung und die Freude des gemeinsamen Tuns sind im Tanzhaus Hohenems seit der Gründung im Jahre 2007 für alle Tänzerinnen und Tänzer– Menschen mit und ohne Behinderung – Leidenschaft und Rhythmus zugleich. „Bei diesem Projekt ist uns ganz wichtig, dass vor allem das Gemeinsame auch spürbar ist“, erklärt Liba Šelner. Seit knapp einem halben Jahr proben die Tanzhaus-Mitglieder jeden Montag für den anstehenden Auftritt.

Aufführungstermine

Das Publikum darf sich auf zwei Aufführungen am Samstag, 11. Mai 2024 im Kulturhaus Dornbirn und am Sonntag, 12. Mai 2024 im Festsaal der Waldorfschule in Wangen im Allgäu freuen. Diese werden sicherlich zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten und Besucher werden – schließlich lautet eines der Ziele des Hohenemser Tanzhauses, dass Menschen mit und ohne Behinderung den Funken der Begeisterung von der Bühne auf das Publikum übertragen sollen. (cth)

 

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