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Ein preisgekrönter Rundweg

An acht Stationen wird die Kraft der Natur sicht-, spür- und erlebbar.
An acht Stationen wird die Kraft der Natur sicht-, spür- und erlebbar. ©Adolf Bereuter_Matthias Silveri
Die „Georunde Rindberg“ wurde 2017 mit dem Design-Staatspreis ausgezeichnet.
Georunde Rindberg

Sibratsgfäll. Aus insgesamt 266 Einreichungen in drei Kategorien wurden 28 Beiträge in die Shortlist gewählt und nur drei mit einem Staatspreis ausgezeichnet. Darunter die Georunde Rindberg in Sibratsgfäll: Die Bregenzerwaldes Unternehmen „Super-Büro für Gestaltung“ (Super BfG) und Innauer Matt Architekten ZT GmbH gewannen den Staatspreis in der Kategorie Räumliche Gestaltung. Was die Jury des alle zwei Jahre von designaustria durchgeführten Staatspreises vor allem beeindruckte war, wie ein traumatisches Erlebnis aufgearbeitet, visualisiert und mit Einbindung Betroffener in etwas Positives umgekehrt wurde.

Naturgewalt erleben

Wer sich auf den rund zwei Kilometer langen Rundweg Rindberg begibt, taucht ein in die Geschehnisse vom Mai 1999, als sich die Erde in Sibratsgfäll plötzlich und unverhältnismäßig in Bewegung setzte. Eine Großhangrutschung auf 1,4 Quadratkilometern Fläche zerstörte und versetzte damals mehrere Wohn- und Wirtschaftshäuser sowie Wald- und Almfläche in der Parzelle Rindberg. Das Projekt der Georunde – als Andenken an die Naturkatastrophe und den bewussten Umgang damit – wurde von der Gemeinde und dem Verein „Bewegte Natur“ entwickelt. An acht Stationen wird die Kraft der Natur sicht-, spür- und erlebbar.

Der Georundweg beginnt beim begehbaren Vorzeigeobjekt „ Felbers schiefes Haus“. Das ehemalige Ferienhaus hat sich bei der Großrutschung 18 Meter talwärts bewegt. Wer durch „Felbers schiefes Haus“ geht, braucht einen guten Gleichgewichtssinn und bekommt die Kraft der Naturgewalten am eigenen Körper zu spüren. Eine kleine Ausstellung im Haus fasst die Ereignisse zusammen und stellt auch den Naturpark Nagelfluhkette vor. Jeden Samstag um 14 Uhr finden öffentliche Führungen in Felber’s schiefem Haus statt. 

Acht Stationen

Weitere Stationen wie „Das Gewanderte Haus“ und „Die Marienkapelle“ verdeutlichen die gewaltige Dimension der Geländebewegungen. Wohnhäuser wanderten bis zu 38 Meter, die Marienkapelle 180 Meter und Alphütten bis zu 240 Meter. Die Station „Wohnen in der Schräge“ lädt am höchsten Punkt der Georunde zu einer schrägen Rast ein. Der Kubus „Alles im Lot“ erklärt dem Besucher wie es ist, wenn das Zuhause aus den Fugen gerät. Sämtliche Objekte wurden von Handwerkern aus der Region gefertigt, beschriftet, graviert und vom lokalen Bauunternehmen installiert.

Am Ende der Georunde lädt „Das Gasthaus Alpenrose“ zur Einkehr ein. Dieses konnte dank der beispiellosen Solidarität und dem unermüdlichen Einsatz von einer Vielzahl an Menschen gerettet werden.

Weitere Infos: www.georunde-rindberg.at

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