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Ein Orgel-Festival im Pfingstgeist

Bernhard Loss beeindruckte mit seinem virtuosen Spiel. Das Damen-Trio überraschte ebenfalls.
Bernhard Loss beeindruckte mit seinem virtuosen Spiel. Das Damen-Trio überraschte ebenfalls. ©Hronek

Bernhard Loss „adelte“ die Pflüger-Orgel in Thüringerberg mit brillantem Spiel.

(amp) Mit so viel Temperament und ausgeklügelter Registrierung wurde die Pflüger-Orgel in der Thüringerberger Pfarrkirche wohl noch nie „bedient“. Bernhard Loss zog im wahrsten Sinne des Wortes alle möglichen Register und zeigte ganz neue Wege der Orgelliteratur auf.bDer Diözesan-Kirchenmusikreferent hatte dem langjährigen Leiter der Diözesan-Druckerei und Thüringerberger Pfarrkirchenrat, Franz Pühringer, zur dessen Pensionierung ein Konzert geschenkt und da ein respektables Präsent geschnürt.

 Orgel-Pop

Mit „The beginning“, „Dance with me“ und „Barrelhousing“ des zeitgenössischen Komponisten Michael Schütz überrascht Loss mit Pop-Literatur auf der Orgel. Ein erfrischendes Pendant zu Bachs „Air“ oder John Travers „Comet Voluntary“, zwei introvertierte „Seelentröster“. Ein Gusto-Stückerl feinnerviger Registrierung liefert Loss in der Zwiesprache in William Boyce „Voluntary D-Dur“. Er lässt die Pflüger-Orgel buchstäblich mit allen Zungen sprechen.

 Improvisation und Meditation

Alle Klangfarben in Clusteraufbauten mit bis ins Detail ausgeloteter Schwellwerktechnik unterstützt, spielt Loss in seiner Improvisation über Pfingstgesänge aus. Mit überlagerten Melodie-Sequenzen schafft Loss Spannungsfelder, die er dann auf seine Art durch spezielle Orgel-Effekte wieder Ruhemomenten zuführt, um diese mit einer weiteren Tonfolge zu einem neuen Höhepunkt aufzubauen. Ganz anders seine Meditation über „Erde singe, dass es klinge“, ein melodiös breit angelegter, spiritueller Klangteppich, den hier der Kirchenmusikreferent für den Zuhörer ausbreitet. 

 Damen-Trio

Für die Überraschung schlechthin bei diesem Benefizkonzert sorgen Monika Kaufmann, Marina Enenkel (Flöte) und Edith Stuchly (Cello). Mit Joseph Haydns „Londoner Trio Nr. 1 C-Dur“ und „Londoner Trio Nr. 3 G-Dur“ zeigen die drei Damen bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt bereits ein hohes Maß an Homogenität und sauberer Intonation mit dynamischem Werkempfinden und Gespür für den rechten Spannungsbogen. Restlose Begeisterung bei den Zuhörern in der vollbesetzten Pfarrkirche.

 

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