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Ein "Mammut" auf dem Rad

Nachwuchs-Radfahrer Matthias Brändle will für sein neues Team Elk-Haus bereits bei den Frühjahrsklassikern punkten.

Nach einem “Lehrjahr” im Nachwuchsteam von Gerolsteiner, welches mangels Sponsoren aufgelöst wurde, verschlug es Matthias Brändle wieder zurück nach Österreich. Der 19-jährige Hohenemser, der als eines der größten Nachwuchstalente in Österreich gilt, unterzeichnete einen Einjahresvertrag beim Pro-Continental-Team Elk Haus. “Ich hatte auch eine Anfrage vom Team Vorarlberg Corratec, habe mich aber dann für Elk entschieden. Zu dem Zeitpunkt war die Zukunft des Ländle-Teams nach dem Absprung des Sponsors Volksbank noch ungewiss, eine Entscheidung drängte”, erklärt der HTL-Schüler, auf den im Mai die Matura wartet. “Momentan gibt es für mich nur Training und Schule”, so Brändle. Optimale Trainingsbedingungen findet er am Olympiastützpunkt in Dornbirn vor. Bedauerlich findet Brändle, dass die langjährige Kooperation zwischen seinem neuen Team und dem heimischen Radhersteller Simplon beendet wurde. Die Mannschaft vertraut nun auf Fuji Bikes.

Ein Ausnahmetalent

Im Trainingslager derzeit auf Gran Canaria stehen bis zu sieben Stunden täglich auf Trainingsplan. Trainer Dieter Simon aus Wien arbeitet seit drei Jahren mit dem Hohen­emser zusammen. Er freut sich über die Entwicklung seines Athleten: “Matthias ist ein dankbarer Athlet, sein Körper nimmt das Training gut an. Für mich ist er ein ,kleines Mammut, mit Training kann man ihn nicht überfordern. Er hat eine sehr gute Grundlagenausdauer sowie ein ausgezeichnetes Immunsystem. Im Zeitfahren ist er ein absolutes Ausnahmetalent und hat großes Potenzial.” Das heurige Jahr werde jedoch kein leichtes, da die Konkurrenz im Team groß sei und er eine Helferrolle übernehmen werde. “Matthias ist jedoch ein Typ, der sich mit der Konkurrenz steigert”, beschreibt Simon. Brändles Ziel ist es, sich im Frühling bei den Rennen zu bewähren und sich im ersten Halbjahr zu etablieren. “Ich will Leistung zeigen, damit ich mich für höhere Aufgaben empfehle. Eine gute Figur will ich auch beim Giro del Trentino Mitte April machen”, schildert der angehende Maturant. Seinen ersten Trainings-Renneinsatz hat er bereits hinter sich. Bei den Eintagesrennen der Challenge de Mallorca belegte er in einem stark besetzten Feld, dessen Prominenz den Youngster sehr beeindruckte, die Ränge 72 und 91. Nach der Schule ist die Weltmeisterschaft in Mendrisio im September das große Ziel. “Im Zeitfahren will ich ein Niveau aufbauen, damit ich 2010 um eine Medaille mitfahren kann. Dafür werde ich viel auf der Zeitfahrmaschine trainieren. Mein Ziel ist es, eines Tages vom Radsport leben zu können”, meint er bestimmt. Ab Oktober ruft der Grundwehrdienst, danach wird Brändle als Sportsoldat im Bundesheer dienen.

 

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