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Ein Leben für den Soldatenfriedhof

BU: (v.l.) Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall, Wolfgang Prugger und Oberst Erwin Fitz, Landesgeschäftsführer des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, auf dem Soldatenfriedhof beim Landeskrankenhaus Rankweil
BU: (v.l.) Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall, Wolfgang Prugger und Oberst Erwin Fitz, Landesgeschäftsführer des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, auf dem Soldatenfriedhof beim Landeskrankenhaus Rankweil ©Norbert Preg/Marktgemeinde Rankweil
Wolfgang Prugger pflegt seit 30 Jahren ehrenamtlich den Soldatenfriedhof hinter dem Landeskrankenhaus Rankweil. Anlass für die Marktgemeinde Rankweil, ihn beim jährlichen Seelen-Sonntag für sein ehrenamtliches Engagement zu ehren.

Blätter fegen, Kies harken, Unkraut zupfen – all diese Tätigkeiten führt Wolfgang Prugger seit 30 Jahren bei jedem Wetter auf dem Soldatenfriedhof in Rankweil durch. Das ganze Jahr über profitieren Besucherinnen und Besucher von seiner Tätigkeit. Höhepunkt des Jahres ist für ihn stets der Sonntag nach Allerheiligen, wenn Bürgermusik und Ortsfeuerwehr den Opfern der beiden Weltkriege in der Basilika gedenken und anschließend gemeinsam mit dem „Österreichischen Schwarzen Kreuz“ und Vertretern der Marktgemeinde einen Kranz auf dem Soldatenfriedhof niederlegen.

Lobende Worte
Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall überraschte ihn bei der diesjährigen Gedenkfeier mit Gutscheinen der Kaufmannschaft Rankweil-Vorderland sowie einem kleinen Geschenk der Marktgemeinde Rankweil. Sie bedankte sich herzlich für sein Engagement: „Eine so langjährige ehrenamtliche Tätigkeit verdient höchsten Respekt. Ohne dich wäre der Soldatenfriedhof in Rankweil kein solches Schmuckstück, wie er es heute ist.“ Auch Oberst Erwin Fitz, Vertreter des Schwarzen Kreuzes, fand lobende Worte: „Die Hingabe mit welcher sich Wolfgang um den Friedhof kümmert, ist in Vorarlberg sicher einzigartig. Es ist jedes Mal eine wahre Freude den Soldatenfriedhof zu betreten und ich hoffe, dass er weiterhin in guter Gesundheit diese Tätigkeit verrichten kann.“

Das Österreichische Schwarzes Kreuz
Seit fast 100 Jahren gibt es das „Österreichische Schwarze Kreuz“, welches dazu beiträgt, würdige Begräbnisstätten für die in den Weltkriegen Gefallenen sowie für Bombenopfer und Verfolgte zu schaffen – und diese über die Jahrzehnte zu erhalten. Die finanziellen Mittel für die humanitäre Arbeit der Kriegsgräberfürsorge werden vorwiegend durch die jährlichen Friedhofsammlungen zu Allerheiligen aufgebracht, welche in Rankweil von den Pfadfindern organisiert und durchgeführt wird. Der gesamte Soldatenfriedhof hinter dem Landeskrankenhaus Rankweil umfasst rund 200 Gräber mit Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs, etwa 40 davon aus der ehemaligen Sowjetarmee.

 

 

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