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Ein kleines Stück Dornbirner Geschichte erstrahlt in neuem Glanz.

Der Russenbildstock erstrahlt in neuem Glanz.
Der Russenbildstock erstrahlt in neuem Glanz. ©Gerry Lang
Dornbirn (lag) Am Knieweg vor dem Haus Wälderstraße Nr. 7 steht ein Bildstock, der an den Durchzug russischer Soldaten im Jahre 1799 erinnert. In einem Gedicht von Johann Klocker wird die Geschichte dieses Bildstöckleins erzählt: „Wie im Gedicht erwähnt wird, ließ Graf de Breda 1870 den heutigen Bildstock aus Stein errichten.

Zuvor stand vermutlich schon ein hölzernes Bildstöcklein an diesem Hang, wo früher Weinreben angepflanzt wurden. Beim Bau des Hauses Wälderstraße Nr. 7 wurde der Bildstock etwas versetzt und auf einen Sockel gestellt“, schreibt Gernot Schwendiger in seinen Niederschriften der Kleindenkmäler in Dornbirn-Haselstauden. Heute ist am Bildstock eine Tafel mit der Inschrift angebracht: „Zur Erinnerung an die von der Schlacht bei Zürich am 27. Dezember 1799 hergekommen russischen Soldaten, welche hier am Nervenfieber gestorben und begraben worden sind.“

Inschrift

Diese Inschrift ist aber nicht ganz richtig. „Die Schlacht bei Zürich war nämlich um den 25. September 1799. Die russischen Soldaten gehörten zum Heer des Feldmarschalls Suworow, der wegen der verlorenen Schlacht bei Zürich über Chur nach Vorarlberg kam. In Feldkirch sandte Suworow einen Vorschlag zu einer Offensive gegen Masseno an Erzherzog Karl nach Donaueschingen. Der Erzherzog stimmte diesem Plan aber nicht zu und so zog Suworow verägert in Richtung Dornbirn ab, um über Lindau das Land zu verlassen. Am 15. Oktober 1799 kam der Feldmarschall mit einem Heer von ca. 20.000 Mann, 20 Generälen, 100 Stabsoffizieren, 700 Oberoffizieren und 6000 Pferden in Dornbirn an. Die 4000 Einwohner Dornbirns standen nun vor der unlösbaren Aufgabe, diese Truppen unterzubringen und zu verpflegen“, kann man bei Gernot Schwendinger weiter lesen. Um dieses Kleinod zu erhalten, führte Prof. akad. Maler Gerhard Winkler die Restaurierungsarbeiten durch. Der Bildstock wurde mit Kieselesthersäure unter Verwendung von Sandsteinbürsten gereinigt. „Auch habe ich das Hodegetria Bild – Mutter trägt Kind – neu vergoldet. Dieses byzantinische Ikonen-Motiv soll an die 200 russischen Soldaten erinnern, die ihre letzte Ruhestätte in Haselstauden fanden“, so der Künstler.

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