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Ein Helfer der ersten Stunde

Bregenz - Zum neunten Mal verpflegt Walter Zagrajsek die Läufer des Sparkasse Marathons auf der Strecke.

Wenn am Sonntag um 11.11 Uhr in Lindau für Tausende Läufer der Startschuss zum Sparkasse Marathon fällt, sind über 700 ehrenamtliche Helfer für den Sport im Einsatz. Walter Zagrajsek ist seit der Premiere der Großveranstaltung im Jahr 2001 dabei. Der Turner und Trainer der TS Bregenz-Vorkloster steht mit 15 weiteren Vereinsmitgliedern am zweiten Verpflegungsstand bei Kilometer zehn vor dem Festspielhaus. Dort findet auch die erste Staffelübergabe statt. „Bei uns hat das Tradition. Die Atmosphäre an diesem prominenten Platz ist eine ganz besondere, die Läufer werden von Festspielmusik begleitet“, so der 69-Jährige. Sein Tag beginnt um sieben Uhr morgens. „Ein Lkw bringt uns die Absperrungen, Bänder, Tische und die Verpflegung. Wir bauen alles nach Plan auf. Die Anordnung von Wasser, Tee, der Schwämme und der Energieriegel muss laut Vorgabe sein. Wer Bananen will, muss allerdings zehn Kilometer weiter laufen“, erzählt der Bregenzer.

Schnaps statt Wasser

Gegen 11.40 Uhr kommen die Spitzenläufer. „Wenn es warm ist, leeren sie sich Wasser über den Kopf oder nehmen einen Schwamm. Sie trinken erst bei Kilometer 20 oder 30 – meistens Wasser. Manche Sportler geben im Vorhinein ihre eigene Flasche mit dem gewohnten Getränk ab“, beschreibt Zagrajsek. Den Stand passieren ehrgeizige Siegläufer ebenso wie ambitionierte Hobbyläufer, die jede Sekunde zählen. Aber es gibt auch Debütanten, die einfach dabei sein wollen. „Manche fragen uns, ob es noch weit ist. Dabei haben sie noch 30 Kilometer vor sich“, lacht Zagrajsek, der früher selbst an Volksläufen teilnahm. Für andere ist hier Endstation. „Vor einigen Jahren brach ein Läufer an unserem Stand zusammen und musste ins Krankenhaus gebracht werden“, erinnert sich Zagrajsek. Trotz sportlichem Kampf geht es auch humorvoll zu. „Einige wollen lieber Bier und Schnaps statt Wasser. Die schicken wir ins nächste Gasthaus“, lacht er. Gegen 14 Uhr kommt der Besenwagen hinter dem letzten Läufer. „Dann sammeln wir Tausende von Plastikbechern ein und bauen alles ab.“ Die Helfer genießen nach dem Arbeitstag die Stimmung im Zielbereich des Casinostadions. „Man bekommt direkt Lust, selbst mitzumachen“, gibt Zagrajsek zu.

Zur Person

Der 69-jährige Bregenzer ist seit der ersten Austragung des Marathons in Bregenz im Jahr 2001 als ehrenamtlicher Helfer mit dem Team der TS Bregenz-Vorkloster dabei.

Geboren: 26. Februar 1941

Beruf: Pensionist, davor Techniker bei der Volta Edelstahl GmbH

Familie: verheiratet, 2 Kinder

Hobbys: Skifahren, Schwimmen, Laufen, mit den Enkelkindern etwas unternehmen

Sonstiges: Sportlehrer für Geräteturnen, Turnwart und Trainer in Gymnastik und Fußball bei der TS Bregenz-Vorkloster, Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Vorarlberger Turnerschaft (VTS) und Ehrenmitglied der TS Bregenz-Vorkloster

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