Ein Haus mit Auszeichnung

©VN/ Roland Paulitsch
Hohenweiler - Vorarlberg ist berühmt für seine energieeffizienten Bauten und deren Architektur.
Vorarlbergs erstes zertifiziertes Passivhaus
Grundriss des Passivhauses

Seit vielen Jahren entstehen im Land Passivhäuser. Jetzt wurde das erste Passivhaus von der neuen Zertifizierungsstelle des Energieinstituts in Zusammenarbeit mit dem Passivhaus Darmstadt zertifiziert. „Es gab mehrere gewichtige Argumente, die für den Bau eines Passivhauses sprachen“, meinen Kamila und Armin Simma: „Zum einen ist uns unsere Umwelt wichtig. Durch die ökologische Bauweise haben wir einen Beitrag für die Umwelt geleistet. Zum anderen fanden wir die kontrollierte Be- und Entlüftung toll. Außerdem haben wir geringe bis überhaupt keine Betriebskosten.“

Ständige Frischluftzufuhr

Durch die kontrollierte Be- und Entlüftung sei das Raumklima immer sehr angenehm. „Wir müssen eigentlich nicht mehr nach draußen, wenn wir frische Luft haben wollen“, erzählt Kamila Simma. Drinnen sei so quasi wie draußen.

Seit Dezember vergangenem Jahres leben Armin, Kamila und der kleine Noah in ihrem energieeffizienten Einfamilienhaus in Hohenweiler. Das 144 m² große Eigenheim ist in reiner Holzbauweise gebaut. „Ein Passivhaus definiert sich über berechnete physikalische Werte“, erklärt der Familienvater. Dabei stellten Heizenergie sowie Heizlast die wesentlichen Kennwerte dar: Sie müssen so gering sein, dass das Haus theoretisch nur über die kontrollierte Be- und Entlüftung gewärmt werden kann. „Wir haben dieses Ziel mit Hilfe von kompetenter Planung umsetzen können“, erzählt Armin Simma. Besonders wichtig seien luftdichte Anschlüsse, eine durchgängig hochwertige gedämmte Hülle sowie die Vermeidung von Wärmebrücken. Alle Fenster seien zertifizierte Passivhausfenster und dreifach verglast. So könne keine Wärme entweichen.

Bei der Zertifizierung sei das Holzhaus komplett überprüft worden: Sämtliche Details der Hülle, Wärmebrücken und Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage sowie die Klimadaten des Baugrundstücks wurden unter die Lupe genommen. „So wissen wir als Besitzer sicher, dass es sich wirklich um ein Passivhaus handelt und die berechneten Werte stimmen“, sagt Kamila Simma.

Energieinstitut verlieh Plakette

Vom Energieinstitut Vorarlberg bekam die Familie dafür nun eine Plakette verliehen, die an die Hausfassade angebracht werden kann. Als Zeichen, dass es sich beim Eigenheim der Familie Simma um ein zertifiziertes Passivhaus handelt. Auch im Inneren des Hauses achteten Kamila und Armin Simma auf die Verwendung von ökologischen Materialien. Böden, Fenster, Türen sowie die Fassade des Hauses sind aus heimischer Weißtanne. „Wir wollten eine Reduktion der Materialien“, erklärt Armin Simma. Der gebürstete Riemenboden im Erdgeschoss ist naturbelassen. Viele Möbel seien vom Tischler gefertigt. Die Wände bestehen aus Lehmbauplatten, die mit Lehm verputzt wurden. Als Eyecatcher dient das farbige Nebengebäude, das mit Eternitplatten verkleidet wurde. „Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit unserem Haus und fühlen uns absolut wohl“, schwärmt Kamila Simma.

AUF EINEN BLICK

Einfamilienhaus Familie Simma Hohenweiler

Wohnfläche: 144 m²

Grundstück: 951 m²

Architektur: Jürgen Hagspiel

Generalunternehmer&Holzbaufirma: Alpina Bau und Holz Elemente

Planung: sechs Monate

Bauzeit: Juni 2008 bis Dezember 2008

Energie: Passivhaus( kontrollierte Be- und Entlüftung)

Konstruktion: Holzbauweise

 

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