Ein Hauch von Nostalgie

Hubert Gstach, Ludwig Müller, Walter Gabriel, Werner Gstach, Anton Gabriel
Hubert Gstach, Ludwig Müller, Walter Gabriel, Werner Gstach, Anton Gabriel ©Christof Egle
Skilift Bazora feiert 70 Jahre
70 Jahre Bazora

Frastanz. „Ein Blick auf die verschneite Bazora, dann lacht mein Herz“, so lautete quasi eine Liebeserklärung von Bürgermeister Eugen Gabriel im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung im Frastanzer Feuerwehrhaus an Berg und an den Skilift. Vor 70 Jahren, im Jahr 1948, wurde seinerzeit der erste Schlittenlift auf der Bazora errichtet. 1953 folgte der Schlepplift. Damals neben der Anlage auf den Zürser See, die längste seiner Art mit knapp 1000 Meter Länge und 350 Höhenmetern. Die 28 Bügel schafften in den 50er Jahren eine Kapazität von 280 Personen in der Stunde. Seitdem hat sich viel verändert, vor allem seit nach drohender Betriebseinstellung 1994, sich eine Betreibergesellschaft bestehend aus Skiklub Frastanz, Figlverein und WSV Fellengatter gebildet hat, die den Lift seitdem mit viel Herzblut und unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden betreibt. „Der Lohn für den Einsatz, war immer ein Paar Landjäger und maximal ein Bier“, wie der seit 1997 im Amt befindliche Obmann Hubert Gstach beschreibt.

Ob diese Obergrenzen stets genau eingehalten wurden ist schwer nachvollziehbar, als Fakt bleibt der unermüdliche Einsatz für den Lift und auch, bei allem Hang zu Nostalgie, die nötige Modernisierung. Von der in Eigenregie verlegten Strom- und Wasserversorgung für die Bergstation und die Schneekanone profitiert auch die Alpgenossenschaft, eine Pistenraupe gibt es schon länger, seit 2012 aber hat man endlich das für die Umstände passende Modell gefunden.

 

Kleine Lifte erhalten für Nachwuchsförderung
Hannes Jochum, seit kurzem neuer Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen, fasste dann auch die Bedeutung von kleinen Vereins- oder Bürgermeisterliften zusammen: „Diese sind unersetzlich um Kinder zum Skisport zu bringen“. Jochum sagte auch seine weitere Hilfe zu und überbrachte auch ein spezielles Geburtstagsgeschenk. So ist der Bau eines zeitgemäßen Drehkreuzsystems geplant. Eines war sowohl für Jochum, als auch für Gemeindeoberhaupt Gabriel klar: „Ohne den Einsatz der Mitglieder wäre ein weiterer Betrieb nicht möglich“. In gemütlicher Runde zu den Klängen der „Sunnahangblösar“ wurde auf den Geburtstag und auf die kommende Wintersaison angestoßen. Gerüchten zufolge soll manches Mitglied die „1-Bier Grenze“ nicht ganz ernst genommen haben und sich auf diese Art und Weise, zumindest einen kleinen Teil seines Einsatzes, wieder zurückverdient haben. CEG

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