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Ein gegenseitiges Glück für Mensch und Tier

Die Hunde freuen sich jedes Mal, wenn die Gassis sie zum Spazieren abholen.
Die Hunde freuen sich jedes Mal, wenn die Gassis sie zum Spazieren abholen. ©cth
Die Gassigeher sind für das Vorarlberger Tierschutzheim eine wichtige Unterstützung.
Ein gegenseitiges Glück für Mensch und Tier

Dornbirn. Donnerstagvormittag im Vorarlberger Tierschutzheim. Geboten wird ein Empfangskomitee, das zu Herzen geht. Wenn Vierbeiner Ares auf seine Gassigeherin Julia Fink trifft, ist die Freude jedes Mal riesengroß – sowohl beim Schäfer-Schweißhundmischling als auch bei Julia selbst. Seit sechs Jahren kommt die junge Frau bis zu viermal die Woche ins Tierheim, um mit den Hunden spazieren zu gehen. Ares begleitet sie schon 5 Jahre lang. „Es ist jedes Mal ein schönes Gefühl, wenn du siehst wie sich die Hunde freuen und wie herzlich man begrüßt wird”. Und fällt es nicht schwer nach so langer “Bekanntschaft” das Tier dann immer wieder abzugeben? “Natürlich wachsen einem die Hunde schon ans Herz – vor allem wenn man sie so lange kennt – aber ich weiß, dass es Ares im Tierheim gutgeht, er bestens versorgt ist und hier Freunde hat, bei denen er sich wohlfühlt“, erklärt die Tierfreundin.

Treue Helfer

Kurze Zeit später trudelt auch schon Maria Gold ein. Der Name ist Programm, denn Maria ist wirklich so etwas wie ein „Goldstück“ für das Tierheim. „Seit 18 Jahren kommt Maria jeden Tag ins Tierheim, um mit den Hunden auf den Weg zu gehen. Bei Wind und Wetter, am Wochenende und an Feiertagen. Dafür sind wir unglaublich dankbar“, erklärt Marion Gögele (Assistenz der Geschäftsleitung). Die Dankbarkeit beruht auf Gegenseitigkeit, denn auch für Maria ist das Gassigehen ein Ritual, das sie nicht missen möchte: „Ich bewege mich gerne und mag Tiere, deshalb bedeutet das Laufen gegenseitiger Spaß für den Hund und mich. Wenn ich einmal einen Tag nicht kann, fehlt mir das wirklich sehr.“ Ein Glück für Mischling Roger, der sich nun seit einem Monat auf jedes „Bewegungs-date“ mit Maria freut und sozusagen noch ein ganz frischer, tierischer Begleiter der agilen Dame ist.

20 regelmäßige „Gassis“ engagieren sich derzeit beim Vorarlberger Tierschutzheim. Die treueste Gassigeherin ist Ruth Fink, die sich bereits seit sage und schreibe 21 Jahren mit den Hunden auf den Weg macht. „Unsere Gassigeher schenken unseren Hunden täglich ihre Zeit und verbringen Stunden mit ihnen in der Natur. Eine wertvolle Abwechslung und wunderbare Beschäftigung für unsere Schnüffelnasen und eine wichtige Unterstützung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Marion Gögele.

Ehrenamtliche Mitarbeit

Ehrenamtliches Engagement im Vorarlberger Tierschutzheim ist vielfältig. Zahlreiche helfende Hände tragen zum reibungslosen Betrieb vom „Ländle-Tierheim“ bei. Neben den 4500 Stunden pro Jahr an denen die Gassigeher die Vierbeiner bewegen und auslasten, gibt es auch noch ehrenamtliche Mitarbeiter, die vormittagsweise das Tierpflegerteam auf der Kleintier- und Katzenstation unterstützen. Einige Extra-Minuten zum Kuscheln, ein wenig Mehrzeit zum Spielen, wilde Kätzchen zähmen, Zwitschergespräche mit gefiederten Schützlingen, Käfige reinigen, die Tiere pflegen und füttern. „Nicht zu vergessen unsere Helfer der jährlichen Haussammlung, die nach dem coronabedingten Ausfall 2020 heuer hoffentlich wieder viele großzügige Spender antreffen“, so Gögele abschließend.

Unterstützen kann man das Vorarlberger Tierheim außerdem noch mit Tierpatenschaften, Futterspenden direkt vor Ort oder via Wunschlisten bei Amazon oder Billa sowie durch finanzielle Hilfe (Spendenkonto bei der Vorarlberger Volksbank IBAN: AT034571000131009907, BIC: VOVBAT2B)

Alle Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten auf www.vlbg-tierschutzheim.at

 

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