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Ein Experte für Schanzen

Manfred Schnetzer bei den Holmenkollenspielen in Oslo im Jahre 2000 beim Vermessen der Anlaufspur.
Manfred Schnetzer bei den Holmenkollenspielen in Oslo im Jahre 2000 beim Vermessen der Anlaufspur. ©VOL.at
Dornbirn – Der Dornbirner Manfred Schnetzer hat als Technischer Delegierter beinahe alle ­großen Bakken der Welt ­kennengelernt.

Die Augen von Manfred Schnetzer strahlen, wenn er von seiner Laufbahn als langjähriger Funktionär erzählt. Ob beim Vorarlberger oder Österreichischen Skiverband als Sportwart, bei der FIS als Sprungrichter und Technischer Delegierter, beim Verein als Obmann – der heute 64-jährige Kehlegger ist und war ein Funktionär mit großer Leidenschaft. Vor allem durch seine Arbeit als Technischer Delegierter lernte er die Welt des nordischen Skisports kennen. Als oftmaliges Jurymitglied war er für die Sicherheit bei Nachwuchs-Wettkämpfen, im Weltcup bis hin zu Weltmeisterschaften mitverantwortlich. Dadurch lernte er die größten Bakken der Welt kennen. „Egal ob in Lillehammer, Oslo oder Zakopane, meine Arbeit war immer höchst interessant“, erzählt Schnetzer, der sich als Schanzen-Experte darüber freut, dass auch in Vorarlberg bald wieder Sprunganlagen entstehen werden. „Der erste Projektvorschlag vor vier Jahren kam eigentlich von mir. Ich gebe meine Erfahrung gerne weiter, wenn man mich fragt.“ Er sei der Meinung, dass es sinnvoll wäre, eine Schanze mit der Hillsize-Größe von 115 Metern zu bauen. „Damit könnte man auch im Weltcup aushelfen. Es ist mir aber grundsätzlich ein Anliegen, dass das Projekt für unseren starken Nachwuchs realisiert wird.“

16 Jahre beim SK Kehlegg

Schnetzers aktive Karriere dauerte nicht lange. „Ich war 14 Jahre, als ich mir beim Skispringen einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte. Dass war damals eine komplizierte Verletzung, daher beendete ich relativ schnell meine sportliche Laufbahn.“ Dem Skisport blieb er trotzdem treu. 1970 war er Gründungsmitglied des Sport-Klubs Kehlegg. Ein Jahr später wurde Schnetzer Obmann. Mit der Anschaffung einer elektronischen Zeitnehmung machte er sich gleich einen Namen im Land. „Ich war oftmals mit Werner Gottselig unterwegs, um bei Vereinsmeisterschaften oder FIS-Rennen die Investition zu rechtfertigen.“ Später machte er die Ausbildungen zum ÖSV-Kampf- und Sprungrichter. Seine Erfahrung und Fachkompetenz wurde auch beim Vorarlberger Skiverband geschätzt. Insgesamt 16 Jahre übte Schnetzer das Amt des Sportwarts Nordisch aus.

2012 ist Schluss

Höhepunkte seiner Funktionärszeit waren die Weltmeisterschaften in Seefeld (Weitenmesser) und Predazzo (Sprungrichter). Als Betreuer von Kombinierer Stefan Kreiner – der Vorarlberger gewann damals Bronze mit dem Team – war der Dornbirner bei den Olympischen Spielen 2002 in Albertville im Einsatz. Aber auch mit den heutigen ÖSV-Topspringern Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer hatte Schnetzer bei verschiedenen Alpencup-Veranstaltungen zu tun. Ende 2012 wird der 64-Jährige sein Amt als FIS-Delegierter mit den letzten Stationen in Salt Lake City und Lake Placid beenden.

Zur Person: Manfred Schnetzer

  • war 1954 Gründungsmitglied des Sport-Klubs Kehlegg
  • Geboren: 6. 10. 1947 in Dornbirn
  • Beruf: Versicherungskaufmann, heute Pensionist
  • Familie: verheiratet, drei Kinder
  • Laufbahn als Funktionär: 1954: Mitglied beim ÖSV über den SC Mühlebach; 1970: Gründungsmitglied des SK Kehlegg als Obmann Stellvertreter; 1971: Obmann des Sport-Klubs Kehlegg bis 1987, danach wieder Obmann-Stellvertreter bis heute; 1974: ÖSV-Kampfrichter und Schriftführer beim Skiclub Rheintal; 1978: ÖSV-Sprungrichter; 1985: VSV- Sportwart nordisch bis 2000; 1992: ASVÖ-Landesfachwart nordisch bis 2011; 1993: FIS-Sprungrichter; 1995 FIS-TD (Technischer Delegierter) nordische Kombination und Spezialspringen; 2000: OPA Alpencup-Koordinator Spezialspringen und nordische Kombination; 2002: Vizepräsident und Schanzenbaureferent beim Vorarlberger Skiverband (VSV); 2005: Beauftragter der OPA-Spiele
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