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Ehrenamtlich im Dienst für die Umwelt

Ernst Schlacher (unten ganz links) mit einigen seiner treuen Helfer
Ernst Schlacher (unten ganz links) mit einigen seiner treuen Helfer ©Christof Egle
Ernst Schlacher organisiert seit 45 Jahren die Flurreinigung in Götzis.
Ernst Schlacher organisiert seit 45 Jahren die Flurreinigung in Götzis

Götzis. Der Zigarettenstummel, die leere Getränkedose, oder eine Essensverpackung. Nach wie vor wird viel zu viel Müll einfach in der Natur weggeworfen. Aus Bequemlichkeit, aus Versehen, oder leider aber auch völlig bewusst. Die Mitarbeiter des Bauhofs bemühen sich redlich möglichst viel davon zu entsorgen, an zahlreichen vor allem entlegenen Stellen sammelt sich über ein Jahr dann doch Müll an. Da kommt dann Ernst Schlacher ins Spiel. Seit mittlerweile 45 Jahren organisiert er die jährliche Flurreinigung in Götzis. Entstanden ist die Idee damals noch aus dem Verkehrsverein Götzis unter Kurt Küng. Als der Bürgermeister wurde, ging die Verantwortung an den heute 78jährigen über und ist es bis heute geblieben.

Vor jeder Sammlung läuft Schlacher alle Wege und Strecken ab und koordiniert dann jährlich rund 300 Schulkinder, die in der Gegend ihrer jeweiligen Schulgebäude für Ordnung sorgen, sowie rund zehn verschiedene Vereine. Früher seien es mehr Vereine gewesen, mittlerweile kommen fast immer die gleichen. Die Kinder und die fleißigen Vereine lobt er ausdrücklich, wünscht sich aber, dass sich wieder mehr Vereine beteiligen würden. Nach getaner Arbeit gilt es die hungrigen Helfer auch zu versorgen. Der Rentner steht persönlich am Grill und sorgt für perfekte Bratwürste. Die Getränke hat er schon davor kühl gestellt. Auch wenn die Gemeinde die Verpflegung bezahlt, der Einkauf und die Vorbereitung obliegt Schlacher.

Ein Lob hat er dann nicht nur für die freiwilligen Helfer, sondern auch an alle Bürger: „Früher brauchten wir zur Entsorgung einen Traktor mit Anhänger, heute reichen Müllsäcke.“ Die Disziplin habe sich verbessert. Ist es heute meist Verpackungsmüll, waren es früher wilde Deponien mit Autoreifen, Säcken mit Fleischabfällen, oder sogar alte Elektrogeräte. Auch die Gesamtmenge hat sich verändert. Statt zwei bis drei Tonnen, kommt man heute nur noch auf rund eine Tonne, was aber immer noch zu viel sei.

Auf die Frage nach dem außergewöhnlichsten Fund grinst der rüstige Pensionist: „Gebrauchte Damen Unterwäsche in der Nähe der Ruine Montfort, aber die hat man wohl nicht weggeworfen, sondern vergessen.“ CEG

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