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Ehrenamt und Flüchtlingsarbeit

Die Wandergruppe gehört seit über einem Jahr zum Angebot für die Flüchtlinge.
Die Wandergruppe gehört seit über einem Jahr zum Angebot für die Flüchtlinge. ©Gemeinde Götzis
Seit August 2015 ungebrochene Unterstützung für Götzner Flüchtlinge.

Götzis. (VN-gms) Im August 2015 sind die ersten Flüchtlinge in die adaptierte Tennishalle im Götzner Mösle eingezogen. Für die Betreuung ist seither die Schweizer Firma ORS zuständig. Zusätzlich wurde am Kummenberg die Stelle einer Flüchtlingskoordinatorin geschaffen. Helga Hämmerle kümmert sich seither um die Koordination des Ehrenamtes und der Spenden und dient in der ganzen Kummenbergregion als Ansprechpartnerin.

Engagement koordinieren

„Von Anfang an waren Flüchtlinge in Götzis willkommen, dennoch gab es zu Beginn Ängste, Bedenken und Vorurteile aus der Bevölkerung“, erklärt Bürgermeister Christian Loacker. „Diese konnten nicht zuletzt aufgrund des großen ehrenamtlichen Engagements vieler Götzner großteils abgebaut werden.“ Dieses ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung ist seit einem Jahr ungebrochen.

Schon zu Beginn der Aktivitäten wurde erkannt, dass die Koordination wichtig ist. So konnte – wie die Zeit auch bewiesen hat – garantiert werden, dass es zum einen ein sinnvolles Angebot gibt, und dass zum anderen dieses Angebot auch nachhaltig und auf längere Zeit erfolgt.

Dauerbrenner Deutschkurs

Ein Kurs steht ganz besonders im Fokus: der Deutschunterricht. Er hat sich – neben der Wandergruppe – von Beginn an etabliert, und beide Angebote erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Das Angebot wurde laufend ausgebaut: Es gibt zum Beispiel eine Koch- und eine Strick-, aber auch eine Eltern-Kind-Gruppe. Mittlerweile gibt es an jedem Wochentag ein Angebot für die Asylwerber. So ist gewährleistet, dass die Flüchtlinge nicht den ganzen Tag im Quartier verbringen müssen, sondern sinnvollen Aktivitäten nachgehen können. Das Angebot wird laut Auskunft aus dem Rathaus vor allem von den Bewohnern der Götzner Flüchtlingsunterkunft genutzt, steht aber allen Flüchtlingen zur Verfügung.

Unterstützung benötigt

Damit das Angebot weiterhin in der derzeitigen Form aufrechterhalten werden kann, werden laufend ehrenamtliche Helfer gesucht. Auch wer nur wenig Zeit hat, sei willkommen. Mitmachen kann man beim Deutschunterricht, bei der Wandergruppe, Veranstaltungsgruppe, Sportgruppe, Kochgruppe, dem Eltern-Kind-Treff, der Handarbeitsgruppe oder bei den Besuchen der Bibliothek Götzis. Auch finanziell kann man das Engagement unterstützen, es gibt ein eigenes Spendenkonto.

Der Einsatz bedarf vor allem Geduld, Flexibilität und Kreativität. In Vernetzungstreffen tauschen sich die Ehrenamtlichen regelmäßig aus. Hier werden auch neue Projekte angestoßen. Dazu kommen Fachvorträge, bei denen die Helfer Unterstützung und Know-how für die Arbeit erhalten. „Für mich ist es wichtig, dass die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit stets Unterstützung erhalten und die Freude an der Arbeit im Vordergrund steht, denn sie sind ein wichtiges Verbindungsglied zur Bevölkerung“, erklärt Flüchtlingskoordinatorin Hämmerle ihr Verständnis der Aufgabe. Der größte Ansporn sei aber die Dankbarkeit, die den Helfern entgegengebracht werde.

Evaluation

Vergangene Woche, etwa ein Jahr nach dem Start der Angebote, wurde das aktuelle Programmangebot von den Verantwortlichen überprüft. Das Ergebnis: Die Angebote haben sich entwickelt, werden gut angenommen und sollen auch weiterhin aufrechterhalten werden. Nachdem die Flüchtlinge immer wieder wechseln, sei gerade in der ersten Phase ein Angebot an Aktivitäten sehr wichtig.

 

Kontakt: Helga Hämmerle Tel.: 05523 5986-14 oder E-Mail: asyl@goetzis.at

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