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Egger kaufte Boden zurück

Lech - Im "Oberlecher Grundstücksstreit" könnte vielleicht doch bald Ruhe einkehren. Die Raiffeisenbank Altach als Financier.

Die „VN“ berichteten ausführlich über den zuerst gescheiterten Versuch der Familie Egger, die Parzelle von der Gemeinde rückzukaufen, sowie die spätere Abstandnahme vom Kauf durch den Großindustriellen Martin Viessmann. Erna und Heinrich Egger haben ihren ehemaligen Besitz von der Gemeinde Lech zurückgekauft, die Planung für ein neues Appartementhaus ist angelaufen.

„In der letzten Aprilwoche ging die Kaufsumme auf dem Konto der Gemeinde ein. Dabei hat sie nicht schlecht verdient, immerhin hatten wir den Boden 1998 für 392 Euro/m2 an sie ver- und jetzt von ihr für 790 Euro/m2 zurückgekauft. 2008 möchten wir mit der Verbauung des Areals starten, es ist an ein Appartementhaus mit acht bis zehn Einheiten gedacht.“ Das berichtete gestern Erna Egger auf die „VN“-Frage, ob es inzwischen grünes Licht für ihr Projekt gibt.

Kritik an Gemeinde

Grünes Licht zumindest für die Finanzierung hat es in Lech nirgendwo gegeben – Erna Egger ist froh, in der Raiffeisenbank Altach einen fairen Finanzierungspartner gefunden zu haben. Auch die Gemeinde habe „alles unternommen, um uns im 300 Jahre alten Haus in unserer Entwicklung zu blockieren“, sagt die Hausherrin des „Walserhof“, sogar vom Verkehrsamt „hat man uns höchstens Einnächtler, aber nie Wochengäste geschickt“. Der Lecher Bürgermeister Ludwig Muxel war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Erreicht haben die „VN“ Dipl.-Ing. Said Ramic, Geschäftsführer der Atlantis Architektur Bau GmbH in Mäder, die für die Familie Egger plant und möglicherweise auch als Errichter fungieren wird. „Frau Egger kam auf mich zu, weil ich nur 200 Meter entfernt von ihr selbst ein Objekt besitze. Auch ich selbst habe beim Bürgermeister bisher vergeblich um Umwidmung meiner Liegenschaft von Haupt- in Ferienwohnsitz vorgesprochen – nur rund um uns herum gingen praktisch sämtliche Objekte ohne geringsten Widerstand in diesen Ferienwohnsitz-Status über“, so Ramic.

Kleine Änderungen

Ramic, dessen Firma schwerpunktmäßig Wohnanlagen und Einfamilienhäuser landesweit errichtet, bestätigte, dass er seine Planung für den „Walserhof“ – Modernisierung des Bestandes plus Neubau eines Appartementhauses – der Gemeinde Lech bereits vorlegte und dass der Bauausschuss nur drei unwesentliche Änderungen „im Interesse des Orts- und Landschaftsbildes“ hineinreklamierte. „Aufs entschiedenste“ wies er im „VN“-Gespräch die „auch mir bekannten Gerüchte“ zurück, denen zufolge er selbst Interesse an einer Verwertung der von Egger zurückgekauften Liegenschaften habe.

Grundbucheintrag

Der Rechtsanwalt der Familie Egger, der Dornbirner Dr. Karl Schelling, bestätigte gestern übrigens auf „VN“- Anfrage, dass der Grunderwerb durch seine Mandanten im Grundbuch „spätestens nächste Woche eingetragen“ sein wird. Die Papiere seien vollständig vorhanden.

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