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E-Werke Frastanz: Situationsbericht Hochwasser

Ein solch langer Stromausfall hat sich in Frastanz seit vielen Jahren nicht mehr ereignet. Aufgrund der hochwasserführenden Samina mußte bereits am Dienstag, um ca. 18.30 Uhr, die Eigenerzeugung im Saminatal abgestellt werden.

Ab diesem Zeitpunkt waren bereits einige Mitarbeiter des Ortsnetzes unter Leitung von Manfred Morscher sowie Werksleiter Josef Breuß im Einsatz, da die Straße ins Werk 1 durch die Wassermassen gefährdet war. Es sollte eine lange Nacht werden und vorerst konnte auch die Stromversorgung sichergestellt werden.

Am Mittwoch, gegen 6.00 Uhr in der Früh, drangen jedoch große Wassermengen von der Ill her in das Umspannwerk Frastanz, Am Damm. Über dieses Umspannwerk läuft die Hauptleitung nach Frastanz. Daraufhin mußte um 6.10 Uhr die Stromversorgung abgeschalten werden, da große Gefahr für die gesamte elektrische Einrichtung bestand, was eine längerfristige Stromunterbrechung zur Folge gehabt hätte.

Inzwischen erreichten viele E-Werk Mitarbeiter aus den umliegenden Gemeinden trotz intensiver Versuche das Unternehmen nicht. Trotzdem konnte dank zweier Mitarbeiterinnen (Margit Dobler, Sylvia Dingler) ab ca. 7.30 Uhr ein Telefondienst eingerichtet werden. Der junge Frastanzer EDV Techniker Marc Taucher sorgte selbständig dafür, dass die sehr komplexe EDV-Technologie des Unternehmens keinen Schaden davontrug. Die Unterländer Reinhard Linder und Günter Golderer erreichten über Umwege ebenfalls das Unternehmen und konnten mit Armella Martin den Elektrofachmarkt öffnen, um Batterien, Taschenlampen etc. zur Verfügung zu stellen.

Durch die großartige Unterstützung der Ortsfeuerwehr Frastanz, der Betriebsfeuerwehr der VKW und unserer Ortsnetz-Mitarbeiter, die teilweise die ganze Nacht im Einsatz waren, konnte dann gegen 10.45 Uhr die Stromversorgung wiederhergestellt werden. Die Wasserpumpen mussten jedoch weiter betrieben werden und die Aufräumarbeiten im Umspannwerk begannen. Anschließend war die Elektroinstallationsabteilung mit Martin Welte, der selber in seinem Privathaus mit dem Hochwasser zu kämpfen hatte, und Wolfgang Latzer im Einsatz, um die Stromstörungen in den Häusern zu beheben. Ausser diesen erreichten noch einzelne Lehrlinge das Unternehmen. Die Frastanzer Elektromonteure waren als Mitglieder der Ortsfeuerwehr von Frastanz ebenfalls im Dauereinsatz. Die Frastanzer Mitarbeiter der Verwaltung waren ebenfalls anwesend. Es wurde auch festgestellt, dass die Fernsehverbindung nach Satteins unterbrochen war, da eine Leitung inklusive Mast von der Ill weggerissen wurde. Gegen Abend konnte von der Ortsnetzabteilung auch diese Leitung wiederhergestellt werden (das Kabel wurde mit Hilfe der VKW über die Ill geschossen), sodaß die Satteinserinnen und Satteinser wieder fernsehen konnten. Einige Mitarbeiter aus unserem Ortsnetz, der Stromerzeugung sowie der Elektroinstallation waren zu diesem Zeitpunkt bereits über 36 Stunden auf den Beinen. Das E-Werk Frastanz bedankt sich bei der Ortsfeuerwehr Frastanz, der Betriebsfeuerwehr VKW und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (auch bei denjenigen, die das E-Werk zu erreichen versuchten) für den großartigen Einsatz und bittet die Frastanzerinnen und Frastanzer um ihr Verständnis für die entstandenen Ausfälle. (Quelle: E-Werke Frastanz)

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