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Dynamik in Lauterachs Industriegebiet

Nach einem kurzen „Gastspiel“ der Wedl-Niederlassung hat Reifen-Forster das Areal samt Gebäuden übernommen.
Nach einem kurzen „Gastspiel“ der Wedl-Niederlassung hat Reifen-Forster das Areal samt Gebäuden übernommen.
Flatz expandiert auf ehemaligem Braun-Areal, Reifenfirma löste Wedl ab, Unterhaltungszentrum sucht neuen Besitzer.

Lauterach. (stp) Nicht nur am Bahnhof, am Fellentor, auf der Sonnenwies oder beim ehemaligen Rathaus sind große Bauarbeiten unübersehbar. Am Güterbahnhof läuft der Countdown für den neuen Container-Terminal – Neuigkeiten gibt es auch im Industriegebiet. Flatz hat sein Werk 4 in Betrieb genommen, derzeit wird die Fassade fertiggestellt, wobei die Westseite noch frei bleibt, weil hier die Option für das Werk 5 besteht und diese Erweiterung an das Werk 4 „angehängt“ würde. Bis darüber entschieden ist, wäre es eine verlorene Investition in die Fassade, wenn diese schon kurzfristig wieder entfernt werden müsste.

Langfristig offen halten

Flatz hat bekanntlich vor einigen Jahren die Möglichkeit zur Erweiterung durch den Kauf von Teilflächen der Spedition Braun eröffnet. Mit dem Werk 4, das jetzt in Betrieb ist, entstand auch die sogenannte „Energiebrücke“, mit der auf spektakuläre Weise das bestehende Werk mit dem neuen verbunden wurde.„Diese Lösung“, so Bürgermeister Elmar Rhomberg, „haben wir in Absprache mit der Firmenleitung gefunden. Wir wollten uns nämlich für langfristige Planungen die Option offen halten, hier eine weitere Bahnunterführung zu errichten, um das Industriegebiet mit einer zusätzlichen Anbindung auszustatten. Kurz- und mittelfristig ist dies zwar kein Thema, aber langfristig wollten wir uns diese Möglichkeit nicht verbauen.“

Experiment gescheitert

Mit großen Erwartungen war vor einigen Jahren das Handelsunternehmen Wedl im Industrie- und Gewerbegebiet eingezogen – das Experiment ist bekanntlich gescheitert und Wedl hat seine Zelte abgebrochen. Mit Reifen-Forster, der Ende 2011 die Liegenschaft samt Gebäuden übernommen und adaptiert hat, war „zum Glück schnell ein guter Nachfolger gefunden“, sieht Bürgermeister Rhomberg dieses Problem gut gelöst.

An Kommunalsteuer ablesbar

Es sind aber nicht nur die „großen“ Betriebe, die für Dynamik sorgen, auch die „kleinen“ sorgen dafür, dass die Wirtschaft in Lauterach boomt. „Wir können diese positive Entwicklung am Aufkommen an Kommunalsteuer ablesen“, so Rhomberg, der in jüngster Vergangenheit auch die Ansiedlung mehrerer kleinen Betriebe aus ganz unterschiedlichen Branchen registrieren konnte. „Guntram Muther Transporte oder Kranservice Sonderegger, Ing. Reinhard Lonhi Druckluftsteuerungen, Puck Computer- und Netzwerktechnik oder Sci Tronix Elektrohandel“ sorgen dafür, dass hier auch ein vielfältiger Branchenmix geschaffen wird.“

Nicht nur Produktion

Zu diesem Branchenmix zählt auch die Tatsache, dass es nicht nur produzierende Betriebe sind, die sich im Industrie- und Gewerbegebiet ansiedeln. BayWa gehört ebenso dazu wie das ehemalige EDRO-Unterhaltungszentrum. An den Erbauer dieses multifunktionalen Freizeitzentrums mit Kino, Bowling und Disco erinnert zwar seit dessen Insolvenz nur noch ein mehr und mehr vergilbendes Transparent, „für die Gäste hat sich jedoch nichts geändert, der Betrieb läuft wie früher“, ist Bürgermeister Elmar Rhomberg erleichtert. „Die Pächter hatten ja von Anfang an keine finanziellen Probleme, jetzt zahlen sie ihre Pacht eben an die Bank“, sieht Rhomberg die Dinge entspannt. Der Freizeittempel sorgt jedenfalls für „Leben“ in diesem Teil der Gemeinde.

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