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„D´Sidlig“ in Nenzing wird konkret

Daniela Viktoria Jochum sowie Carmen Schrötter-Lenzi planen „i dr Siedlig“ das Projekt einer privaten Baugruppe um.
Daniela Viktoria Jochum sowie Carmen Schrötter-Lenzi planen „i dr Siedlig“ das Projekt einer privaten Baugruppe um. ©Elke Kager Meyer
Wo früher Fußball gespielt wurde, soll in den nächsten Jahren attraktiver Wohnraum entstehen
Siedlig Nenzing

Mit der Nachnutzung des Nenzinger Fußballplatzes „Nagrand“ hat man sich in der Marktgemeinde in den vergangenen Jahren intensiv befasst: Man wollte auf dem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück nicht ein x-beliebiges Wohnbauprojekt sondern sich bewusst Zeit lassen und einen innovativen Ansatz für „Wohnen mit Zukunft“ umsetzen.

So entwickelten Studenten Bebauungspläne, aus einem Bauträgerwettbewerb ging schlussendlich die Firma i+R Schertler in Zusammenarbeit mit der Wohnbauselbsthilfe, den Architekten Dorner/Matt sowie den Landschaftsplanern Gruber+Haumer hervor. Insgesamt entstehen fünf Einheiten mit jeweils zwei L-förmig angeordneten Gebäuden, die gemeinsam erschlossen sind. Die geplanten Gebäude haben neben dem Erdgeschoss maximal zwei Obergeschosse, die Wohnungen sind von knapp 50 bis 94 Quadratmeter groß.

Sehr viel Wert wird dabei auf Grünflächen, Gemeinschaftsräume und Spielraum für Kinder gelegt. Insgesamt werden rund hundert Wohnungen entstehen. „In einer ersten Bauetappe werden circa 40 Wohnungen umgesetzt“, erläutert Prokurist Jürgen Loacker von der Wohnbauselbsthilfe. Ziel sei es, heuer noch den Bauantrag einzureichen und im kommenden Jahr mit der ersten Bauetappe zu starten.

Der Traum vom eigenen „Hüsle“

Auf einer rund 1.700 Quadratmeter großen Teilfläche wird zudem einer privaten Baugruppe die Möglichkeit, günstigen Wohnraum zu schaffen, geboten. Die beiden Architektinnen Daniela Viktoria Jochum sowie Carmen Schrötter-Lenzi sind dabei die innovativen „Köpfe“ hinter diesem Projekt: „Unsere Vision ist es, Menschen die Möglichkeit zu bieten, möglichst selbstbestimmt ein kostengünstiges Eigenheim zu finanzieren und vom Entwurf bis zur Materialwahl möglichst frei entscheiden zu können“, erläutern die beiden Architektinnen. Insgesamt acht Einheiten sind geplant. „Sieben davon zweistöckig mit einer Wohnfläche zwischen 80 und 110 Quadratmetern und unterschiedlichem Grundanteil, sowie eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Terrasse“, beschreibt Daniela Viktoria Jochum.

Ein großzügiger Innenhof, ein Fahrradraum, Tiefgaragenplätze sowie Keller-Abteile sind ebenfalls angedacht. Ursprünglich gingen die beiden Architektinnen davon aus, dass sie gemeinsam mit privaten Bauherren und –frauen ganz individuellen Wohnraum umsetzen, der durch eine gemeinsame Heizanlage und geteilte Kosten für die Planung besonders kostengünstig ist – weil aber die tatsächlichen Baukosten bei einem so flexiblen Projekt im Vorfeld nicht genau beziffert werden können, wurden nun Detailpläne ausgearbeitet, die exaktere Baukosten erlauben.

Baustart noch im Herbst

Einige Bauwerber haben ihre Teilnahme an der Baugruppe bereits fix zugesagt, Interessenten können sich aber gerne noch direkt bei Daniela Viktoria Jochum (T. 0664/8283233, E. post@dvj-architektin.at) oder Carmen Schrötter-Lenzi (T. 0650/6807474, E. carmen@schroetter-lenzi.com) melden, um genauere Informationen zu erhalten.

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