Drei von vier Haushalten mit Internet

©pixelio.de, Sonja Winzer
Deutschland startet, was die Internetversorgung betrifft, von einer stark verbesserten Position ins neue Jahr.

Wie der Hightech-Verband BITKOM http://www.bitkom.org heute, Donnerstag, mitteilt, verfügen mittlerweile 75 Prozent der deutschen Haushalte über einen Internetzugang, das entspricht einem Zuwachs von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt die Bundesrepublik im europäischen Vergleich auf Platz fünf hinter den Niederlanden (86 Prozent), Schweden (84 Prozent), Dänemark (82 Prozent) und Luxemburg (80 Prozent). Nationen wie Großbritannien, Frankreich und Italien konnten die Deutschen dabei teilweise deutlich hinter sich lassen. Diese liegen mit 71, 62 und 42 Prozent in punkto Internetversorgung an siebter, neunter und 21. Stelle. Das Nachbarland Österreich hingegen findet sich mit 69 Prozent versorgter Haushalte an einer guten achten Position wieder.

“Das Internet ist das bedeutendste Infrastrukturprojekt des 21. Jahrhunderts”, erklärt BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Vor allem das schnelle Breitband-Internet sei mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. “Was früher das Eisenbahngleis oder die Autobahn war, ist heute das Breitband-Internet. Trotz der großen Fortschritte bei der Internetversorgung muss weiter in die Kommunikationsnetze investiert werden – insbesondere in den Ausbau des Breitbandnetzes”, merkt Scheer an. “Diese Investitionen geben der Wirtschaft in schwierigen Zeiten wichtige konjunkturelle Impulse für mehr Wachstum und Beschäftigung und sichern zudem auch längerfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland”, erläutert BITKOM-Sprecher Christian Hallerberg auf Nachfrage von pressetext. So würden mit schnellem Internet beispielsweise wirtschaftliche Prozesse verbessert, neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen auf den Markt kommen und neue Bildungsangebote möglich.

Dass trotz der positiven Versorgungsentwicklung immer noch 25 Prozent der Haushalte in Deutschland über keinen Internetzugang verfügen, habe unterschiedliche Gründe. “Vor allem ältere Menschen wollen sich keinen Online-Anschluss mehr zulegen”, erklärt Hallerberg. Insbesondere was die Versorgung mit Breitband-Internet betrifft, gebe es derzeit noch Schwierigkeiten. “Aktuellen Schätzungen der Bundesregierung zufolge gibt es rund 800 deutsche Gemeinden, in denen die Herstellung eines Breitband-Zugangs zur Zeit noch nicht möglich ist”, schildert Hallerberg.

Die Bundesrepublik hat bei der Versorgung mit Internetanschlüssen in den vergangenen Jahren stetig zugelegt. Verfügte im Jahr 2002 lediglich knapp jeder zweite Haushalt (46 Prozent) über einen Online-Zugang, waren es 2007 schon sieben von zehn. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 54 Prozent innerhalb von nur fünf Jahren.

Quelle: Pressetext.at

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