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Drei Jahrzehnte Konzertgeschichte

Günther Lutz im Element,  gemeinsam mit seinen Stars und Susanne Marosch von "Geben für Leben" auf der Konzertbühne.
Günther Lutz im Element, gemeinsam mit seinen Stars und Susanne Marosch von "Geben für Leben" auf der Konzertbühne. ©cth
Konzertorganisator Günther Lutz feiert heuer ein besonderes Jubiläum.
Drei Jahrzehnte Konzertgeschichte

Dornbirn. Gerade erst hat Benefizkonzertveranstalter Günther Lutz die Absage des letztjährigen Weihnachtskonzertes verdaut, schon ist der engagierte Pensionist wieder voller Tatendrang. Anlass für so viel neue Motivation gibt ihm ein großes Jubiläum, das heuer ansteht: „30 Jahre Günthers Konzerte“. Der Dornbirner blickt auf drei Jahrzehnte bewegte Konzertgeschichte und damit verbundenes soziales Engagement zurück.

Empathie hat den Grundstein gelegt

„Begonnen hat alles eigentlich schon Anfang der 60er Jahre, als ich noch ein junger Gendarmerie-Beamter in Dornbirn war. Ich musste damals viele schwere und oft tragische Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang bearbeiten“, erinnert er sich zurück. Damals entstand der Entschluss, sich verkehrstechnisch für Kinder einzusetzen und als Verkehrserzieher in Schulen, Kindergärten und Spielgruppen tätig zu werden. Mit dabei immer die Mundharmonika – der treueste Begleiter von Günther Lutz. „Neben der Verkehrserziehung spielte ich und sang mit den Kindern Lieder“, so Lutz zu seinen ersten musikalischen Erfahrungen mit noch „jungen Konzertgästen“. Seine Begeisterung für Sport – vor allem das Rodeln (Lutz ist auch Obmann vom Sportrodelclub Gütle) brachte ihn schließlich nach Innsbruck zum Sportstudium. In dieser Zeit besuchte er auch die Kinderonkologie und damit war der Grundstein für das erste Benefizkonzert gelegt.

„Ich habe die Kinder im Krankenhaus damals oft mit meiner Mundharmonika aufgeheitert. Diese Momente haben mich sehr berührt und mich dazu bewegt, mich dafür einzusetzen, dieser schrecklichen Krankheit Krebs den Kampf anzusagen. Und so entstand 1991 die Idee, ein Konzert für die Krebshilfe zu veranstalten“, blickt Lutz zurück.

Furioser Konzertauftakt

1991 war es soweit und mit gleich zwei „Hochkarätern“ auf der Bühne, startete der Hatler seine Konzertkarriere. „Wir haben die Kastelruther Spatzen und die Tiroler Nachtschwärmer in die Stadthalle nach Dornbirn gebracht und knapp 2000 Besucher aus dem In- und Ausland reisten an, um Musik zu genießen und gleichzeitig für die Krebshilfe zu spenden“, so der 76-jährige. Dieser Grundgedanke „Musik und Benefiz vereinen“, stand in den drei Jahrzehnten immer im Mittelpunkt.

Was noch in etwas kleinerem Rahmen in der Stadthalle und später im Gasthaus Schwanen begann, fand seine Fortsetzung schließlich im Dornbirner Kulturhaus und die Konzerte (Frühlings-, Muttertags-, Kirchen- und Weihnachtskonzerte) lockten tausende Konzertfans nach Dornbirn, die nicht nur in den Genuss schöner Konzertstunden kamen, sondern damit auch finanziell wertvolle Hilfe leisteten. Neben der Krebshilfe, war es Lutz ein Anliegen, später auch kranke und bedürftige Menschen sowie verschiedene Institutionen in Vorarlberg zu unterstützen.

Große Auftritte

Die zahlreichen Künstler, die der Dornbirner jedes Jahr für seine „Benefizbühne“ gewinnen konnte, lernte er bei Auftritten als Sänger und Mundharmonikaspieler kennen – sein Charme tat den Rest dazu. „Sie waren alle da – von Oswald Sattler, den Ladinern, Ricardo de Francesko, Vincent und Vernando, Nic P. bis zu den Geschwistern Niederbacher oder den fidelen Mölltalern. Es gab so viele Höhepunkte, ich kann mich fast nicht mehr an alle erinnern“, erklärt er stolz.

Und so steht der umtriebige Pensionist bereits wieder in den Startlöchern für sein nächstes und diesjährige Jubiläumskonzert. Zahlreiche Karten sind bereits verkauft und auch die Künstler stehen schon fest: „Die Geschwister Niederbacher aus dem Pustertal sind wieder dabei sowie die Saitenmusik Bregenzerwald, Ricardo de Francesko, Krainerbluat aus dem Ländle und meine Wenigkeit“, lacht er. Mit im Gepäck sein neues Lied „Das Ave Maria der Heimat“ und viel Optimismus, das heuer alles glatt läuft. Jetzt muss nur noch Weihnachten kommen……

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