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Dr. Toni- und Rosa-Russpreis 2021 geht an Hubert Löffler

Hubert Löffler, Gründer der Initiative "Netz für Kinder", wurde mit dem Dr. Toni- und Rosa-Russpreis 2021 ausgezeichnet.
Hubert Löffler ausgezeichnet
NEU
"Kinder sind lebendige Visionen"

Von Marlies Mohr (VN)

Kindern gilt sein ganzes ehrenamtliches Wirken. Deshalb hatten Kinder beim Festakt zur Verleihung des Dr.-Toni-und-Rosa-Russ-Preises und -Rings an Dr. Hubert Löffler auch das erste Wort. Begleitet von Russ-Preis-Träger George Nussbaumer und geleitet von Birgit Giselbrecht Plankel überbrachte der Landeskinderchor von Herzen kommende musikalische Glückwünsche. Der Chor überraschte zudem mit einer englischen Version von „Oh Hoamatle“, für die es viel Applaus gab.

„Wir freuen uns alle sehr über den neuen Träger des Dr. Toni-und-Rosa-Russ-Preises“, bedankte sich VN-Herausgeber Eugen A. Russ in seiner Begrüßungsansprache vor rund 500 geladenen Gästen bei Dr. Hubert Löffler für seinen Einsatz im Sinne der Kinder. Löffler habe den Ärger, den er über die Sozialpolitik der damaligen Bundesregierung verspürte, in positive Energie verwandelt: „Er hat etwas getan!“ Seit den Neunzigerjahren zeige das „Netz für Kinder“, wie privates Engagement die Situation von Kindern in Vorarlberg nachhaltig verbessere. „Es sind Menschen, die mehr tun, als sie müssten. Sie gestalten unser Gemeinwesen und verbessern das Land, in dem wir leben. Vorarlberg hält zusammen“, unterstrich Russ und betonte: „Unsere Kinder sind das Fundament der Zukunft. Das „Netz für Kinder“ hilft entscheidend, dieses Fundamt für unsere Kinder zu bauen.“ Nach den Würdigungen des Preisträgers durch Landeshauptmann Markus Wallner, der noch einflocht, dass er von Löffler auch schon eine kohlschwarze Ente erhalten habe, Schriftsteller Arno Geiger und Wegbegleiter Peter Kopf folgte die Verleihung von Preis und Ring.

Stehende Ovationen

Die Ehrung war begleitet von stehenden Ovationen. Die Gäste zollten Hubert Löffler langanhaltenden Applaus, den er sichtlich gerührt entgegennahm, ebenso wie die ehrenvolle Auszeichnung. In seiner Dankesrede räumte der neue Russ-Preis-Träger freimütig ein, keine armen Kinder in Pflege genommen, sich im Urlaub nicht für andere Kinder eingesetzt und keine speziellen finanziellen Mittel zugunsten armer Kinder eingebracht zu haben. Deshalb empfinde er trotz der Auszeichnung keinen persönlichen Stolz. „Wohl aber war es mir immer ein großes Anliegen, Kinder zu unterstützen, denen Aufmerksamkeit und Liebe zusteht, die aber zu wenig davon erhalten“, erklärte Hubert Löffler dem Publikum. Als seinen Beitrag sieht er die Entwicklung einer Vision und deren Umsetzung. „Ihre Empathie hat dazu beigetragen, dass diese Vision Wirklichkeit wurde“, beschied er den Gästen auf der Werkstattbühne und fügte an: „Daher empfinde ich Glück und Freude, denn die Auszeichnung zeigt: Mit dem „Netz für Kinder“ wurde aus einer Vision Realität.“

Chancengerechtigkeit

Der Preis beflügle die Bemühungen. „Es wird in Zukunft noch mehr Menschen geben, die hinter dem Ziel einer größeren Chancengerechtigkeit für Kinder in Vorarlberg stehen“, streute Hubert Löffler Zuversicht, in die sich aber auch eine klare Botschaft an die Politik mischte: „Ohne in die Kinder- und Jugendhilfe deutlich und erkennbar zu investieren, kann das Ziel der besten Chancen für Kinder meines Erachtens nicht erreicht werden, und ohne Reform des Bildungssystems wohl auch nicht“, dachte er weiter. Hubert Löffler bedankte sich bei allen, die das „Netz für Kinder“ aktiv unterstützen und mithelfen, dass „kleine Flügel wachsen können“. Mit ihnen allen will er diesen Preis teilen.

(VN)

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