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Dowas Bregenz: 673 Euro Wohnkosten für Mieter absolut unrealistisch

Peter Brunner kritisiert die Probleme von Wohnungssuchenden.
Peter Brunner kritisiert die Probleme von Wohnungssuchenden. ©VOL.AT/Rauch
Im Durchschnitt zahlt der Vorarlberger 673 Euro Wohnkosten für 121 Quadratmeter, die er sich mit 1,6 weiteren Personen teilt. Das die Realität eine andere ist, weiß man beim Dowas in Bregenz. 
Sparkasse präsentiert Wohnstudie 2018
Preise durch die Decke gegangen

Am Mittwoch präsentierte die Dornbirner Sparkasse ihre Wohnstudie. Das Ergebnis: Jeder fünfte Befragte überlege aufgrund der guten Zinslage für Kredite für Wohnungskäufe und Sanierungen vorzuziehen. 88 Prozent der Vorarlberger sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Und durchschnittlich leben 2,6 Vorarlberger auf 121 Quadratmeter für 673 Euro im Monat warm.

Hausbesitzer ohne Schulden drücken Zahlen

Zahlen, die Mietern wie Hohn wirken muss. Denn mit ihrer Realität decken sich diese Zahlen nicht. Tatsächlich zeigen die Zahlen alle Vorarlberger – und die 70 Prozent in Eigentum, vor allem jene mit abgezahlten Krediten, drücken die Statistik nach unten. Die hohen Quadratmeterzahlen erklären sich ebenfalls durch die vielen Einfamilienhäusern, vor allem wenn in ihnen nur noch die Eltern oder Großeltern zu zweit leben.

Preise stiegen um 30 Prozent in vier Jahren

Eine andere Zahl dürften die Erfahrungen der Wohnungssuchenden eher widerspiegeln: Der Kaufpreis für Wohnraum, ob nun neu oder gebraucht oder Haus oder Wohnung, ist in den vergangenen vier Jahren allein um 30 Prozent gestiegen. Und auch das Mieten ist um 673 Euro warm nicht möglich. Laut den Erfahrungen der Beratungsstelle für Wohnungssuchende Dowas in Bregenz  zahle man allein 11 bis 17 Euro pro Quadratmeter kalt für Wohnungen unter 70 Quadratmeter.

Schwierige Suche für Junge und Familien

Die Situation auf dem Mietmarkt sei so schwierig, dass sich das Klientel von Dowas veränderte. Familien und Personen mit Haustieren tun sich immer schwieriger, Wohnungen zu finden. Dasselbe gilt auch für junge Menschen, die einen Haushalt gründen wollen. Auch wenn man für Menschen mit fremder Herkunft oder Namen Wohnraum suche, stoße man immer stärker auf Probleme, erklärt Peter Brunner am Rande einer Pressekonferenz von Dowas zu den Beratungszahlen. Dies reiche vom einfachen Auflegen bis zu Beschimpfungen.

Hohe Anforderungen an Mieter

Manche Vermieter hätten unrealistisch hohe Anforderungen an Mietern. Gleichzeitig wachse die Angst vor Mietnomaden unter den Vermietern und dementsprechend das Misstrauen. Natürlich gelte dieses Verhalten nicht für viele Mieter, schränkt Brunner die Wahrnehmung ein. Die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt und die zunehmende Nicht-Leistbarkeit bleiben jedoch.

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