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Dornbirner Herbstmesse leidet noch immer unter Besucherschwund

Die Ausstellerinnen und Aussteller sind nach Darstellung der Messe Dornbirn mit der Qualität der Veranstaltung zufrieden.
Die Ausstellerinnen und Aussteller sind nach Darstellung der Messe Dornbirn mit der Qualität der Veranstaltung zufrieden. ©VOL.AT
Mit rund 50.000 Besucherinnen und Besuchern liegt die Messe Dornbirn mit dieser Veranstaltung noch immer um rund ein Drittel unter den Vor-Corona-Zahlen - die Geschäftsführung sieht mehrere Gründe
Was für Besucher nicht fehlen darf
„Die Messe gehört zu Vorarlberg dazu“

Von Günther Bitschnau (wpa)

Herbstmesse der Messe Dornbirn im Messequartier laboriert gegenüber früheren Zeiten noch immer an einem deutlichen Schwund an Besucherinnen und Besuchern. Das zeigt sich, wenn man die Zahl von 50.000 Besucherinnen und Besuchern der am Sonntag zu Ende gegangenen Herbstmesse mit jener der Vor-Corona-Zeit vergleicht. Dieser Blick in die Zahlen frühererJahre macht auch den Bruch durch die Corona-Pandemiebekämpfung offensichtlich.

Über 70.000 Besucher vor Corona

Im Jahr 2018 zählte die Herbstmesse nach eigenen Angaben rund 75.000 Besucherinnen und Besucher. Im Jahr darauf waren es an die 70.000 Personen. Dann kam mit 2020 das erste Jahr der Pandemiebekämpfung, wo die Messe unter strengsten behördlichen Auflagen stattgefunden hat. Damals gab es erwartungsgemäß mit knapp 12.000 Personen deutlich weniger Besucherinnen und Besucher. Im Jahr 2021 waren es dann aber schon wieder 35.000 und im Jahr 2022 etwa 49.000 Besucherinnen und Besucher auf der Herbstmesse.

Kaum mehr Wachstum gegenüber 2022

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Messe Dornbirn bei der Herbstmesse zwar um 1.000 Personen auf rund 50.000 Besucherinnen und Besucher noch einmal zulegen. Doch von einer Rückkehr zu alten Zahlen ist die Messe Dornbirn bei der Herbstmesse noch meilenweit entfernt.

Mehrere Gründe

Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel sagte auf wpa-Anfrage, dass man nicht bestreiten könne, dass die Zahl der Besucherinnen und Besucher gegenüber Vor-Corona-Zeiten noch immer deutlich geringer sei. Für heuer erklärt sie den Umstand mit einer Kombination mehrerer Gründe. So sei es an jedem Messe-Tag überdurchschnittlich heiß gewesen, wodurch sich doch die einen oder anderen Besucherinnen und Besucher alternativ für einen Besuch im Schwimmbad oder für eine Bergtour in kühleren Höhen entschieden hätten. Zudem gab es die eine oder andere Konkurrenzveranstaltung im Land.

Gewisse Kaufzurückhaltung spürbar

Zudem spüre natürlich auch die Messe angesichts hoher Inflation und starkem Preis- und Kostendruck eine gewisse Kaufzurückhaltung der Menschen bei Investitionsgütern. "Die Flaute am Bau geht an uns nicht spurlos vorüber", so Tichy-Treimel. Das gelte natürlich auch für alles, was mit größeren Investitionen in Haushalten zusammenhänge.

Trotzdem sehr zufrieden

Nichtsdestotrotz zeigt sich Tichy-Treimel angesichts des Feedbacks der rund 380 Ausstellerinnen und Aussteller und der Besucherinnen und Besucher mit der 75. Herbstmesse sehr zufrieden. "Gerade das Sonderschau-Thema hat sehr gut gezogen und wir werden auch in Zukunft auf derartige Angebote setzen." Dabei gehe es auch um immer noch mehr Qualität im Angebot. Die Messe bleibe darüber hinaus weiterhin ein wichtiger sozialer Treffpunkt für die Menschen in der Region.

Ob die Messe Dornbirn mit ihrer Herbstmesse jemals wieder zu den Besucherzahlen aus der Vor-Corona-Zeit aufschließen werde können, wollte Tichy-Treimel nicht prognostizieren.

(Quelle: Wirtschaftspresseagentur)

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