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Vorarlberg-Premiere für Kinderdoku

Die Dokumentation erzählt von der Reise eines Achteinhalbjährigen zu den Müllsammlern in Nicaragua.
Die Dokumentation erzählt von der Reise eines Achteinhalbjährigen zu den Müllsammlern in Nicaragua. ©Plan C
Am 27. März wird „Fiesta auf der Müllhalde“ am Spielboden in Dornbirn vorgeführt.
Fiesta auf der Müllhalde

Dornbirn. Ein achteinhalbjähriger Junge reist zu seiner Großtante die in Nicaragua den Sommer verbringt und möchte vor allem eins, nämlich den Dschungel erleben. Im Mittelpunkt seiner Reise steht dann aber ein großes Fest das seine Großtante für die Kinder der Müllhalde von Managua organisiert. Davon erzählt der erste österreichische Kino-Dokumentarfilm für Sechs- bis Zwölfjährige. Am 27. März feiert „Fiesta auf der Müllhalde“ Vorarlberg-Premiere am Spielboden Dornbirn. Die Geschichte dahinter: die Großtante ist Gertraud Wohlgenannt, Professorin am BG Dornbirn, Regisseurin ihre aus Dornbirn stammende Nichte Claudia Wohlgenannt, Hauptprotagonist deren Sohn Mika.

Schülerfest für Kinderfest in Nicaragua

Wie es dazu kam? Jedes Jahr verbringt Gertraud Wohlgenannt den Sommer in der Heimat ihres Mannes und seit acht Jahren organisiert sie dort ein Kinderfest auf der größten Müllhalde Lateinamerikas. „Eine Schülergruppe bei uns an der Schule wollte eine Benefizaktion starten und war auf der Suche nach einem zu unterstützenden Projekt“, erzählt Gertraud Wohlgenannt. So wurde die Idee geboren, den Kindern deren Familien auf der Müllhalde leben und dort als Müllsammler arbeiten, mit einem Fest einen besonderen Tag zu bereiten. Beeindruckt von den Bildern die Gertraud Wohlgenannt aus Nicaragua mitbrachte, beschloss Markus Schelling mit seiner sozial engagierten Schülergruppe „“d’r Bus“ jedes Jahr am BGD ein Schülerfest für das Kinderfest in Nicaragua zu veranstalten. Der Nichte von Wohlgenannt, Filmemacherin Claudia Wohlgenannt wiederum gefiel die Idee, dass Jugendliche hier ein Fest organisieren um Kindern in Nicaragua ein Fest zu ermöglichen. Den eigentlichen Anstoß aber gab ihr Sohn Mika der eines Tages seine Großtante in Vorarlberg anrief und verkündete: „Ich werde dich im Sommer nach Nicaragua begleiten“.

Mikas Reise

Nachdem er sich ein Jahr lang vorbereitet hat, Taschengeld gespart und einen Spanisch-Kurs besucht hat, macht sich Mika im Sommer 2011 auf die Reise nach Nicaragua. Nach zwei Wochen kommt seine Mutter Claudia mit einem kleinen Filmteam nach. Inzwischen hat Mika über alle sprachlichen und kulturellen Barrieren hinweg schon erste Bekanntschaften geknüpft. Besonders mit Francis der Enkelin von Maritza, Gertraud Wohlgenannt’s Kontaktperson vor Ort, freundet er sich zunehmend an. Francis begleitet die Besucher aus Österreich auf die Müllhalde, wo ihre Mutter Maria Lopez als Müllsucherin arbeitet und Einblick in ihren Alltag gibt. Am Ende des Films schließlich wird in La Chureca das große Fest gefeiert. Es ist ein buntes Kinderfest in dessen Mittelpunkt die typisch lateinamerikanische „Pinãta“ steht, ein Spiel bei dem eine bunt gestaltete Figur mit Süßigkeiten gefüllt wird.

Kein Voyeurismus

Der halbstündige Film wird hauptsächlich aus Mika’s Perspektive erzählt. Doch immer wieder steht auch das „Gemachte“ im Vordergrund. „Wir sind kein unsichtbares Filmteam das auf voyeuristische Art erzählt, sondern zeigen immer wieder das Mikro, den Kameramann. Dies zu thematisieren war für mich der einzige Weg, den Menschen auf der Müllhalde ehrlich zu begegnen und ich sehe es auch als Beitrag zur Förderung der Medienkompetenz bei den jungen Zusehern“, erläutert Regisseurin Claudia Wohlgenannt. Während der Aufnahmen bekamen auch die Kinder in Nicaragua eine Kamera und steuerten ihre Bilder zum Film bei. „Das Konzept der Kinderkamera war für mich eine Möglichkeit der Ungleichheit Erwachsene/Kinder und Europa/Nicaragua zu begegnen“, so Claudia Wohlgenannt.

Verschiedene Lebenswelten

„Fiesta auf der Müllhalde“ ist in erster Linie ein Film über eine Reise. Es geht aber auch um Begegnung, Freundschaft und um eine Gegenüberstellung der Lebenswelten der Kinder in Österreich und Mittelamerika. Müll und Recycling sind weitere wichtige Themen im Film. Bei allen Vorstellungen gibt es anschließende Workshops die zur Reflexion einladen und interaktive Angebote zum Spielen, Basteln und Zaubern anbieten. Im Anschluss an die Vorarlberg-Premiere in Dornbirn gibt es einen Bastelworkshop mit Recyclingmaterial. Am besten gleich ein bis zwei gereinigte Plastiklaschen zur Filmvorführung mitbringen!

 

Vorarlbergpremiere „Fiesta auf der Müllhalde“
Ein Dokumentarfilm für Kinder
Empfohlen ab 6 Jahren (FSK ab 0)
29 Minuten –  Österreich 2012
Regie: Claudia Wohlgenannt

Am 27. März um 15 Uhr, in Anwesenheit der Regisseurin und des Hauptprotagonisten
Anschließend: Bastelworkshop mit Recyclingmaterial

Am 4. und 5. April finden um 10 Uhr Schulvorstellungen statt. Anmeldungen unter haim@spielboden.at.

Weitere Infos zum Film unter www.plancfilm.com.

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