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Doping mit Insulin

Laut einer im "British Journal of Sports Medicine" erschienenen Studie ist Insulin-Doping ein wachsendes Problem, meldet die British Medical Association.

Insulin ist ein Hormon, das den Energieträger Glucose (Zucker) aus dem Blut durch die Zellmembran in Zellen einschleust. Beim Diabetiker fehlt das Hormon oder ist in nur geringem Maße vorhanden, dadurch wird die Glucose im Blut nicht verbraucht und häuft sich an, während die Zellen hungern. Für das Insulin-Doping erhöht man – vereinfacht dargestellt – künstlich den Insulin-Spiegel. Dadurch kann Glucose vermehrt etwa in die Muskelzellen aufgenommen werden und die Zellen werden durch das vermehrte Energieangebot leistungsfähiger. Insulin-Doping wird unter anderem von Bodybuildern praktiziert.

Gefährlich wird es allerdings, wenn der ganze Zucker im Blut durch die rasche Verarbeitung aufgebraucht ist. Den Zellen fehlt dann die Energie für den Stoffwechsel – bei Diabetikern spricht man von “Hypo” oder “Unterzucker” – es kann zu Ohnmacht kommen. Im Extremfall fällt der Patient ins Koma, es drohen Gehirnschäden und sogar der Tod.

Die Studienautoren schätzen, dass mittlerweile jeder vierte Athlet, der auf muskelaufbauende Dopingmittel setzt, auch Insulin nimmt. Der Nachteil ist, dass das Hormon auch natürlicherweise im Körper vorkommt und es sich sehr rasch abbaut. Das heißt, der Athlet nimmt das Mittel kurz vor dem Wettkampf zur Leistungssteigerung, bald danach ist es nicht mehr nachweisbar. Viele Athleten nehmen Insulin auch in Kombination mit anderen Dopingmitteln, etwa Anabolika. Letztere bauen die Muskeln unnatürlich auf und das Insulin fördert die Energieversorgung. Allerdings berge die Kombination der beiden Mittel besondere Gefahren für die Sportler.

Laut Karl-Heinz Demel, Vorsitzender der Dopingkontroll-Kommission im Bundeskanzleramt, ist Insulin-Doping in Österreich kein wirkliches Problem.

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