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Distelberger will fit bleiben und am ÖLV-Rekord arbeiten

Niederösterreicher Dominik Distelberger mit konstanten Leistungen in Götzis.
Niederösterreicher Dominik Distelberger mit konstanten Leistungen in Götzis. ©Dietmar Stiplovsek
Verletzungsfrei durch die Vorbereitungszeit, Steigerungen im Wurf- und Sprungbereich ohne an Spritzigkeit einzubüßen - das war das Fundament, auf dem Zehnkämpfer Dominik Distelberger seine 8.168 Punkte beim 40. Hypo-Meeting in Götzis baute. Der Niederösterreicher kletterte an die zweite Stelle der österreichischen Bestenliste, auf den ÖLV-Rekord von Gernot Kellermayr fehlen ihm 152 Punkte.
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Bleibt er fit, ist dem 24-jährigen die ÖLV-Bestmarke schon im August bei den Europameisterschaften in Zürich zuzutrauen. “Es taugt mir, dass ich jetzt schon Zweitbester bin. Es ist mein großes Ziel, bester Österreicher zu werden. Ich hoffe, dass es irgendwann klappt”, macht sich der Athlet von UVB Purgstall keinen Druck. Mit der Glanztat im Mösle-Stadion (Platz sieben), in dem sich der US-Amerikaner Trey Hardee mit 8.518 den Sieg holte, erbrachte er auch die Norm für die WM 2015 in Peking.

Konstante Leistung in allen Bewerben

“Potenzial ist überall noch drinnen. Vor allem im Wurfbereich, aber auch bei den Sprüngen. Wenn man das zusammenrechnet und überall 10 bis 20 Punkte mehr macht, macht das in Summe einiges aus”, sagte Distelberger im Telefonat mit der APA – Austria Presse Agentur. Beim traditionsreichen Götzis-Mehrkampf zeigte Distelberger konstante Leistungen in allen zehn Bewerben, Bestleistungen innerhalb eines Zehnkampfes gelangen ihm im Hochsprung und mit der Kugel, im Speerwurf stellte er persönlichen Rekord auf.

Winter ohne Verletzungen

“Dass ich den Winter ohne Verletzungen durchtrainieren konnte, war vorher noch nie der Fall. Mit ein Grund, warum es so gut geklappt hat.” Eine Schlüsseldisziplin war bereits der Auftaktbewerb über 100 m. “Vor zwei Wochen bin ich bei nur neun Grad 10,75 gelaufen. Da habe ich gewusst, dass ich bei gutem Wetter ziemlich schnell laufen kann”, sagte Distelberger, der in Götzis auf 10,73 kam. Die verstärkte Arbeit in den technischen Disziplinen ging nicht auf Kosten der Schnelligkeit, stellte er erfreut fest. Danach sei eines ins andere gegangen. Und der 8.000er stand auf äußerst stabilen Beinen.

Distelberger vertraut auf ein Team aus drei Personen, Langzeittrainer Herwig Grünsteidl, Wurf- und Krafttrainer Gregor Högler und einen Physiotherapeuten. “Die ergänzen sich alle sehr gut, ich habe so ein gutes Team. Auch das ist ausschlaggebend, dass alles so gut funktioniert hat. Man sieht, was es bringt, wenn man ein fixes Team hat, mit dem man fast jeden Tag in der Woche zu tun hat.”

Eine Woche Pause nach Götzis

Zwar taten ein paar Muskel weh, aber Distelberger ging es “noch nie besser nach einem Zehnkampf” als an diesem Montag. Nun wird er eine Woche regenerieren und danach wieder mit lockerem Training beginnen. Vor den Europameisterschaften stehen nur noch Einzelwettkämpfe auf dem Programm. Ob er im Herbst noch eine dritten Zehnkampf in Angriff nehmen wird, hängt vom Abschneiden in Zürich ab. In der mit Preisgeld ausgelobten World Challenge-Wertung werden die besten drei Zehnkämpfe eines Athleten pro Jahr addiert.

(APA)

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