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Dirty Harry auf der A2: Geldstrafe wegen Pistole

Eskaliert ist ein Streit zwischen zwei Autofahrern. Ein Steirer drohte mit einer Pistole.
Eskaliert ist ein Streit zwischen zwei Autofahrern. Ein Steirer drohte mit einer Pistole. ©Bilderbox
Eine heftige Auseinandersetzung zwischen zwei Autolenkern im Mai auf der Südautobahn hat beide Kontrahenten als Angeklagte vor Gericht gebracht.
Autofahrer bedroht Radler mit Pistole

Ein Steirer soll einen Wiener mit einer Schreckschusspistole bedroht, der andere ihn durch seine Fahrweise genötigt haben. Die Richterin sah sich mit zwei völlig verschiedenen Versionen der Geschichte konfrontiert und belegte schließlich nur die – unbestrittene – Drohung mit der Pistole mit einer Geldstrafe.

Interpretationsdiskrepanzen zwischen beiden Beteiligten 

Der 70-jährige Steirer schilderte, wie er nach einem Baustellenbereich von einem anderen Wagen überholt und durch dessen scharfes Abbremsen ebenfalls zu einem gefährlichen Bremsmanöver gezwungen worden sei. Dann hielten die beiden Fahrzeuge auf dem Pannenstreifen. “Sie haben mich genötigt, ich werde Sie anzeigen”, soll der Steirer gesagt haben. Doch der Wiener sei auf ihn zugegangen “und er hat ausgeschaut, als ob er raufen wollte”, so der Pensionist. Er stieß den 43-Jährigen weg und wollte seine Digitalkamera holen, als ihm in der Reisetasche seine Schreckschusspistole “untergekommen” sei. Er will damit nur “herumgefuchtelt” haben. “Ich hab mir gedacht, bevor ich mich hauen lasse”, so seine Erklärung.

Dirty Harry mit der Schreckschusspistole?

Doch der Wiener gab an, sein Kontrahent habe die Waffe gezielt auf ihn gerichtet. “Stimmt das?”, wollte Richterin Sandra Berzkovics wissen. “Nein, ich bin ja nicht der Dirty Harry“, so der Pensionist. Der Wiener erklärte, er habe seinerseits eine Vollbremsung wegen des Steirers machen müssen, und zwar kurz vor dem Vorfall, der den anderen so erbost hatte. “Mir haben die Knie gezittert, ich war ganz fertig”, schilderte er. “Gute Nerven haben Sie nicht, Sie sind ein junger Mensch und fahren schon lange”, warf die Richterin ein. Doch der Wiener blieb bei seiner Version, der Pensionist soll ihm die Waffe sogar noch in den Bauch gedrückt haben.

“Irgendwer lügt mich an”, stellte die Richterin nach der Einvernahme fest. Also verurteilte sie in erster Linie die Drohung mit der Schreckschusspistole. “Das geht nicht, dass man eine Waffe auf jemanden richtet”, sagte sie zu dem Steirer, der zu einer unbedingten Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt wurde. Der Wiener wurde freigesprochen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Die Schreckschusspistole wird wohl ab sofort bleiben, wo sie hingehört: zuhause im Safe.

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