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Dirk Stermann: Der Junge bekommt das Gute zuletzt

Dirk Stermann
Dirk Stermann ©Udo Leitner
Der Bestsellerautor und Humorist Dirk Stermann hat wohl den traurigsten Roman der Welt geschrieben: Sein Held ist noch nicht vierzehn und schon ganz allein.

Am Donnerstag, 14. Juni, um 19.30 Uhr, liest Dirk Stermann als Gast in der Kultur.LEBEN Reihe aus seinem neuesten Buch „Der Junge bekommt das Gute zuletzt.

 

Dirk Stermann ist gebürtiger Deutscher und zählt zu den populärsten Kabarettisten und Moderatoren Österreichs und ist auch durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt. Auch als Autor hat er sich einen Namen gemacht. Sein neues Buch ist keine leichte Kost – im Gegenteil, es ist traurig, melancholisch und gewollt unwitzig. Ein Buch das einen beschäftigt und so schnell nicht mehr loslässt. Er selbst „lese relativ viel“, erklärt Dirk Stermann und „Bücher, die ihm am meisten im Gedächtnis bleiben, sind in der Regel keine humoristischen Bücher“. Und dies war auch sein Ziel beim Schreiben seines Buches. Sein Protagonist Claude; dessen Leben Stück für Stück den Bach runter geht, ist anders als andere Dreizehnjährige. Da muss man gar nicht erst seine Faszination für die Geschichte der Todesstrafe in Wien erwähnen. Sein Vater lehrt Posaune am Konservatorium, die Mutter ist Ethnologin aus Leidenschaft, und das geht so weit, bis eines Tages ein echter Indio in die Wohnung zieht. Eilig wird eine Mauer hochgezogen: Auf der einen Seite wohnt die Mutter mit Claudes Bruder und dem neuem Liebhaber, auf der anderen Claude und sein Vater. Der hat aber schnell auch eine Neue (Flötistin, Veganerin, Deutsche). Bald sind beide Parteien ausgezogen, Claude bleibt allein zurück, warum auch nicht? Überhaupt soll er weniger rumjammern, findet seine dicke Großmutter, und mehr an andere denken.

Jetzt hat Claude nur noch Taxifahrer Dirko, der ihn täglich in das Elitegymnasium fährt, wo Claude regelmäßig von den reichen Mitschülern vermöbelt wird. Dirko kommt aus Serbien, hat eine Hütte an der Donau und eine Schublade voller falscher Ausweise. Er ist mal Däne, mal Armenier und kann Geschichten erzählen ohne Ende. Wie die von dem Biologen Justin Smith, der im Selbstversuch eine Schmerzskala aller Insektenstiche erstellt hat. Irgendwann lernt Claude an seiner neuen Schule auf einem alten Donaufrachtschiff ein Mädchen kennen. Liebe erwacht. Claude und Minako machen sich daran, ihre eigene Familie zu gründen, dabei sind sie beide doch noch so jung. Ob das ohne Schmerzen abgeht?

Karten: Hypobanken und Gemeindehaus Nüziders, T: 05552 62241-80, Mehr Infos unter www.kultur-leben.at

 

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