Direktoren von HAK und HTL unterstützen Andreas Kappaurer

Kappaurer, Türtscher bewerben sich.
Kappaurer, Türtscher bewerben sich. ©VOL.AT/Stiplovsek/Hartinger
Direktoren der berufsbildenden Schulen schrieben Brief an Bildungsdirektorin.
Schuldirektoren wollen Türtscher nicht als Chef

(VN/Klaus Hämmerle)

Am kommenden Freitag könnte bereits die Entscheidung fallen. An diesem Tag tritt jene Kommission zusammen, welche die beiden Bewerber für den Posten des pädagogischen Leiters der Bildungsdirektion Vorarlberg unter die Lupe nimmt. Die Bewerber sind der Götzner AHS-Professor und ÖAAB-Lehrersprecher Wolfgang Türtscher (62) sowie der aktuelle Landesschulinspektor der humanberuflichen Schulen und frühere Direktor der Wirtschaftsschulen Bezau, Andreas Kappaurer (57).

Die vierköpfige Kommission ist fast ausschließlich mit Vertretern des Bundes besetzt. Ihr gehören ein Vertreter des Bildungsministeriums aus dem Bereich Lehrerdienstrecht, ein Vertreter der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, ein Personalvertreter aus dem Bereich allgemeine Verwaltung sowie die bereits bestellte Vorarlberger Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani (57) an.

Nichts gegen Türtscher

Wie die VN berichteten, gab und gibt es im Vorfeld der Postenbesetzung einige Aufregung. So erreichte ein Brief, unterschrieben von 61 Pflichtschuldirektoren, Landeshauptmann Markus Wallner persönlich. Darin fordern die Direktoren den Landeshauptmann dezidiert auf, er möge sich aktiv gegen die Bestellung von Mag. Wolfgang Türtscher (62), einer der beiden Bewerber für die Stelle, einsetzen. Die Schulleiter führten dabei eine Reihe von Gründen an, unter anderem Türtschers kritische Haltung zur Mittelschule oder seine Nicht-Akzeptanz des Forschungsprojekts „Schule der Zehn- bis 14-Jährigen“.

Während Türtscher bei einigen AHS-Direktoren hohe Anerkennung genießt, tut das sein Konkurrent Andreas Kappaurer bei den Direktoren der fünf Vorarlberger Handelsakademien und den drei Höheren technischen Schulen. Manfred Hämmerle (60), Direktor an der HAK Bregenz: „Wir halten Andreas Kappaurer für den besseren Kandidaten, weil er sowohl als Schulaufsichtsorgan als auch als Schuldirektor über Erfahrung verfügt. Wir wollen diese Präferenz aber keineswegs als Statement gegen Wolfgang Türtscher verstanden wissen.“

Wallner wartet ab

Eine Lanze für Türtscher bricht Rainer Gögele (62), Sprecher von Pro Gymnasium und Kollege des Kandidaten für den bedeutenden Posten. „Ich würde mir wünschen, dass die Bewerber ausschließlich nach ihren Qualifikationen beurteilt werden und nicht nach ihren Haltungen und Einstellungen. Es geht hier schließlich um die Eignung für diese Funktion und um nichts anderes. Wolfgang Türtscher verfügt über diese Eignung.“

Auf VN-Anfrage nicht Stellung beziehen wollte Wolfgang Türtscher. „Ich warte das Bestellungsverfahren ab und möchte mich vorher zum Thema nicht öffentlich äußern.“ Weiterhin nicht äußern wollen sich auch Landeshauptmann Markus Wallner (51) und Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (57). „Den Mitgliedern der Kommission sind alle Informationen und Bedenken bekannt. Wir warten das Verfahren ab. Es ist dies eine Sache des Bundes“, bemüht Wallner seine Standardformeln. Bemerkenswert: Während es in Vorarlberg nur zwei Bewerbungen gibt, interessierten sich in anderen Bundesländern viel mehr Kandidaten für diesen attraktiven Job. In Tirol waren es gleich elf, in Salzburg fünf.

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