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Dieter Prettenthaler - der Hundeflüsterer von Hard

Gutes Verhalten von Tieren wie Hundehaltern wird immer wichtiger, damit dies reinbungslos funktioniert dafür sorgt der Harder Dieter Prettenthaler.

Mit 10 Jahren erhielt der kleine Dieter seinen ersten Hund – einen Schäferhund und befand damals bereits, dass die in Hundesportvereinen angewandte Dominanzmethode nicht sein Weg sei. Mit seinem ersten Golden Retriever trainierte er bereits eifrig, später war Jorek, der gelehrige australische Schäferhund mit zwei Augenfarben der Auslöser, noch intensiver in die Thematik einzutauchen. Der ausgebildete Steinmetz absolvierte beim Institut für Tierheilkunde in Mannheim ein Studium der Hunde-Verhaltenstherapie. Zahlreiche Fortbildungen sowie die enge Zusammenarbeit mit dem bekannten Hundetrainer Uwe Friedrich und seinem Hundeausbildungszentrum Schwarzwald folgten. Friedrichs „TeamCanin“ das demnächst auch in Österreich gegründet wird, hat sich über deutsche Grenzen hinaus durch individuelle Trainingsmethoden in der Fachwelt einen großen Namen gemacht.

Natürliche Instinkte
„Harmonie zwischen Hund und Mensch ist in kurzer Zeit erzielbar“ weiß Prettenthaler. Wer sich einen Hund anschafft und denkt, mit ein paar Mal Gassi pro Tag sei es getan, irrt. Je nach Rasse und genetischer Disposition benötigt der Hund Beschäftigung und Anregung. Um möglichst vielen Hundehaltern Bindung und Vertrauen zwischen sich und den Tieren zu ermöglichen, gründete das engagierte Herrchen des bald vierjährigen Jorek im vergangenen April sein Unternehmen „natural-dog-instinct“ in Hard.

Welpe bis Problemhund
Als Hunde-Verhaltenstherapeut führt Dieter Prettenthaler in Vorarlberg, der Schweiz und Süddeutschland mittlerweile zahlreiche Spezialkurse durch. Er bietet sowohl Grundausbildung für Hunde, Auslastungsarbeit, Verhaltenstherapie für Problemhunde, Seminare und Ernährungsberatung an. In Schulen und Kindergärten führt der 43jährige wertvolle Präventionsarbeit durch. Diese wird immer wichtiger, denn in Bezug auf Hunde gehen die Emotionen gerne hoch. Enger werdender Lebensraum bringt Nutzungskonflikte auf Wegen, Auwäldern, Freiflächen und Gewässern.

Leinenaggression ablegen
Hundebesitzer versus Jogger, Fischer & Co – das muss nicht sein. Denn gut erzogene und von ihren Besitzern verstandene Hunde sind wertvolle Sozialpartner. Wenn Hunde jagen – egal ob Radler, Jogger oder Rollerblader  – führt  dies unweigerlich zu Ärger mit Passanten. Auch die Leinenaggression hat in den letzten Jahren extrem zugenommen. Der Hundefan: „Der Mensch hat immer weniger Zeit oder nimmt sich immer weniger Zeit. Oft wird ein Hund beim Gassigehen nur von links nach rechts gezerrt – das kann nicht gutgehen“. Ein ausgeglichener und zufriedener Hund benötigt sowohl Auslastung wie Erziehung. Und dies geht weit über „sitz, platz, bleib“ hinaus.

Lebensrettende Therapiehunde
Dass Hunde Menschenleben retten können ist bekannt. Vielfach hilft ihnen ihre gute Nase; „Hunde gehören zu den Nasentieren, den sog. Makrosmatikern. Das Riechorgan ist das am besten ausgebildete Sinnesorgan des Hundes, und etwa eine Million Mal besser als das des Menschen“ erklärt Prettenthaler. Therapiehunde werden für die tiergestützte Früherkennung trainiert. Andere als Rettungshunde, Schimmelspürhunde, Suchhunde für Bettwanzen in der Hotellerie etc. eingesetzt.
Der deutsche Kollege Uwe Friedrich bildet Hunde aus, die für die Krebsfrühdiagnostik eingesetzt werden oder Zuckerkrankheit erschnüffeln. Ein solcherart sensibilisierter Hund meldet, wenn sein Herrchen in einen anaphylaktischen Schock zu fallen droht.

Wertvolle „Nasenarbeit“
Auch Omas  Blacky oder Dackel Bonny können mittels Riechorgan beschäftigt werden. So erleben zwei- und vierbeinige Kursteilnehmer bei dem ausgebildeten Hundetrainer ua. die „Nasenarbeit“. Das Auslastungs- und Ausbildungsmodell schult die Konzentrationsfähigkeit des Hundes und stärkt sein Selbstvertrauen. Dies macht dem Hund großen Spaß und trägt zur geistigen Aktivität bei. In der freien Natur wird mit den Tieren die Gegenstandssuche geübt oder Fährtenarbeit durchgeführt. Selbst Suchspiele in der Wohnung beschäftigen den Wuff sinnvoll.

Das Longieren
Beim Longieren wird die Bindung zwischen Hund und Hundehalter gestärkt und die Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Der Blickkontakt zu Frauchen oder Herrchen wird ebenso wie die nonverbale Verständigung, Körperhaltung und Körpersprache geschult. Außenreize verlieren damit ihre magnetische Anziehungskraft. Eine Tierärztin erklärt: „Dieter Prettenthaler macht ganz andere Dinge, als man sie von Hundeschulen gewöhnt ist. Vieles davon kann man einfach im Alltag einbauen. Die Hunde sind begeistert und hinterher ausgelastet und zufrieden“.

Hausbesuche und Einzelstunden können bei „schwierigen“ Hunden ebenfalls in Anspruch genommen werden. Kommunikationsprobleme werden eruiert, das Mensch-Hunde-Team geschult. Prettenthaler plädiert für einen fairer Umgang mit dem Hund: „Er kann nicht mehr als man ihm beibringt. Er ist ein hochsoziales Tier, er muss die Chance haben, sich zu einem vollwertigen Rudelmitglied zu entwickeln. Er ist ein Jäger und man muss ihn körperlich und geistig auslasten

Nicht vermenschlichen!
Abschließend gibt der Hundeflüsterer zu bedenken: „Übertriebene Liebe tut nicht gut. Der Hund ist kein Partnerersatz, wenn man ihn auf die Couch oder ins Bett lässt, lässt man  ihn auf seine Ebene“. Das Tier muss die Spielregeln lernen. Mensch ist Mensch, Hund ist Hund. „Außerdem sollte man einen Vierbeiner nicht nur zum Knuddeln und Reinplärren anschaffen, das geht nicht gut!“ Denn selbst den besten Freund des Menschen sollte man solcherart nicht überstrapazieren… Kursinformationen gibt es bei http://natural-dog-instinct.com

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