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Diedamskopf wieder in Wälderhand

©VN
St. Gallenkirch, Warth, Au, Schoppernau - Diedamskopf-Eigentümer Silretta Montafon bevorzugt beim Verkauf eine regionale Lösung – das Konsortium bestehend aus dem Skigebiet Warth, den Gemeinden Au, Schoppernau und der Raiffeisenkasse Au erhielten den Zuschlag. Eine Wunschlösung auch für die Vorarlberger Landesregierung.
Krimi um den Diedamskopf
BTV will Bergbahnen Diedamskopf verkaufen
Der Diedamskopf im Winter

Im Frühsommer dieses Jahres kündigte die Silvretta Montafon Bergbahnen AG den Verkauf des Skigebiets Diedamskopf im Bregenzerwald an. Nach dreimonatigem Verkaufsprozess kann nun die. Ideallösung für den Bregenzerwald präsentiert werden, da das Skigebiet Diedamskopf nach vielen Jahrzehnten wieder in Bregenzerwälder Hände kommt: Ein Konsortium unter der Führung der Tourismusbetriebe Warth Holding AG, den Gemeinden Au und Schoppernau sowie der Raiffeisenkasse Au hat den Zuschlag erhalten. “Es freut uns sehr, dass wir die Wunschlösung der Verantwortlichen des Bregenzerwaldes sowie der Vorarlberger Landesregierung ermöglichen konnten”, erklärt Peter Gaugg, Silvretta Montafon-Aufsichtsratsvorsitzender sowie Vorstandsvorsitzender der BTV Bank für Tirol und Vorarlberg AG. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Verkaufsankündigung des Skigebiets Diedamskopf ist auf ein großes internationales Echo gestoßen: Insgesamt haben 33 Investoren ihr Interesse bekundet.

Volle Konzentration auf Montafon

Die BTV hat bekanntlich vor zwei Jahren die Skigebiete Silvretta Nova sowie die Montafoner Hochjochbahnen gekauft und diese unter der neuen Dachmarke Silvretta Montafon vereint. Teil der damals übernommenen Silvretta Nova-Gruppe war auch das Skigebiet Diedamskopf im Bregenzerwald. “Unsere Strategie ist es, dass wir uns in den kommenden Jahren regional auf die Entwicklung im Montafon konzentrieren”, erläutert Georg Hoblik, Vorstandsvorsitzender der Silvretta Montafon Bergbahnen AG. Daher wurden bereits vergangenes Jahr fünf Millionen eingesetzt, 15 Millionen Euro werden aktuell investiert – in den kommenden Jahren sind weitere 50 Millionen Euro für den Ausbau und die Qualitätsteigerung im Montafoner Skigebiet geplant. “Wir sind sehr froh darüber, dass wir nach einem von beiden Seiten sehr professionell geführten Verkaufsprozess diese Partner für das Bregenzerwälder Skigebiet Diedamskopf gefunden haben”, so Hoblik weiter.

Bestbieter statt Höchstbieter

In der Konstellation mit der potenten Unternehmensgruppe Tourismusbetriebe Warth Holding sowie den Diedamskopf-Standortgemeinden Au und Schoppernau ist für die Zukunft eine touristische Perspektive für die gesamte Region gegeben. “Diese Zukunftsaussichten haben uns auch dazu bewogen, nicht dem Höchstbieter, sondern dem Bestbieter das Skigebiet im Bregenzerwald anzuvertrauen. Wir hoffen damit, den richtigen Impuls für die weitere positive Entwicklung des Bregenzerwaldes gegeben zu haben, um damit für den Wohlstand der Region einen wesentlichen Beitrag zu leisten”, bekräftigt Gaugg die Entscheidung. In diesem Zusammenhang sei besonders Landesrat Karlheinz Rüdisser zu danken, der durch seine Unterstützung maßgeblich zu dieser “Wälder Lösung” beigetragen habe.

LR Rüdisser: Zuversichtlich für die Zukunft

“Ich bin sehr zufrieden, dass bei der Verkaufsentscheidung für alle Beteiligten das Wohl für die Menschen und die Region im Vordergrund gestanden ist”, sagt der Vorarlberger Tourismuslandesrat Karlheinz Rüdisser. Denn der Diedamskopf ist eine zentrale Infrastruktureinrichtung im Bregenzerwald.

Obwohl die Planung für die kommende Wintersaison bereits abgeschlossen ist, werden noch dieses Jahr Investitionen in den Fuhrpark der Pistenwalzen und in die Garageninfrastruktur gestartet. Auch die Berggastronomie, für die der Diedamskopf früher bekannt war, soll gerade bei Qualität und Preis – Leistungsverhältnis stark verbessert werden.

“Wir sind davon überzeugt, dass es durch den Einstieg dieser regionalen Investorengruppe zu einer stärkeren Identifikation der Bevölkerung und der Betriebe mit dem Diedamskopf kommt und damit gleichzeitig ein Motivations- und Investitionsschub ausgelöst wird”, so die Beteiligten abschließend.

Mit der neuen Eigentümerkonstellation, die sowohl die Interessen der Gemeinden Au und Schoppernau berücksichtigt als auch eine professionelle Weiterentwicklung durch die Tourismus-Experten von Warth gewährleistet, sehe ich äußerst zuversichtlich in die Zukunft dieses Feriengebietes, ergänzt Rüdisser.

Neue Eigentümerstruktur

Mit dem Zuschlag an die neuen Eigentümer beteiligen sich zu 51 Prozent die Tourismusbetriebe Warth Holding GmbH sowie die Au/ Schoppernau Investment GmbH am Skigebiet. Hinter letzterer stehen wiederum zu 51 Prozent die Raiffeisenbank Au und zu jeweils 24,5 Prozent die Gemeinden Au und Schoppernau.

“Entscheidend für unsere Beteiligung ist, dass eine regionale Lösung für den Diedamskopf und damit eine langfristige Sicherung der Wirtschaftsbetriebe und Infrastruktureinrichtungen in den Gemeinden Au und Schoppernau gegeben ist. Darüber hinaus können wir einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung des gesamten Bregenzerwaldes als Premium-Tourismusgebiet leisten. Dies ist auch für unser Schigebiet in Warth-Schröcken wichtig”, sagt Johannes Hefel, Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismusbetriebe Warth Holding, die Muttergesellschaft der Skilifte Warth, der Lechtaler Bergbahnen und dem Hotel Steffisalp.

Der Einstieg bei dem Skigebiet Diedamskopf bietet sich hierfür als Chance an. “Darüber hinaus sehen wir unser Engagement auch als ein wichtiges Bekenntnis zum hinteren Bregenzerwald”, so Hefel weiter. Dies werde sich insofern manifestieren, als dass der Diedamskopf in naher Zukunft~von Führungskräften aus der Region geleitet werden soll.

Strategiegruppe in den Startlöchern

Um die zukünftige Ausrichtung der Bregenzerwälder Feriendestination Au/Schoppernau auszuarbeiten und die Synergie- und Vermarktungspotenziale zwischen den Skigebieten Diedamskopf und Warth zu heben, wird in Kürze auch eine Strategiegruppe ihre Arbeit aufnehmen. Spürbare Vorteile erwartet sich Hefel dabei im Einkauf, beim Know how im Marketing und in der Führung.

Der Diedamskopf hat vor allem bei Familien aufgrund der Überschaubarkeit und der familienfreundlichen Preise einen sehr guten Namen. “Unser erklärtes Ziel ist es daher, die Auslastung in Zukunft nicht nur zu halten, sondern auszubauen. In Kombination mit der langjährigen Erfahrung der Verantwortlichen der Tourismusbetriebe Warth sind hierfür die id~alen Voraussetzungen gegeben”, sagt Thomas Bayer, Sprecher der Schoppernau/ Au-Investment GmbH und Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Au.

Kontinuierliche Investitionen

Durchschnittlich zwischen ein und 1,5 Millionen Euro sollen mittelfristig pro Jahr in die Modernisierung und den Komfort der Anlagen investiert werden. Als einen wichtigen Aspekt sieht Bayer die Installation der Beschneiungsanlagen, die stufenweise errichtet werden sollen. Die Prioritäten liste der Investitionen wird sich aus den Ergebnissen der Strategiegruppe ergeben, die bis Ende des ersten Quartals 2010 erwartet werden.

Factbox: Diedamskopf

  • 8 Liftanlagen 27 Ski pisten 6 Skirouten
  • 44 Pistenkilometer
  • Wintersaison: 200.000 Skifahrer Sommersaison: 100.000 Berg- und Talfahrten

 

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