Die Stunde der Apple Watch hat geschlagen

Neue Details zur Computeruhr von Apple erwartet
Neue Details zur Computeruhr von Apple erwartet ©AP (Sujet)
Obwohl bereits viele Computeruhren auf dem Markt sind, blieb es bisher ein Nischengeschäft. Experten trauen Apple zu, das mit seiner ersten Uhr zu ändern.

Apple gibt am Montag voraussichtlich neue Details zu seiner mit Spannung erwarteten ersten Computeruhr bekannt. Der iPhone-Konzern hat zu einer Neuheiten-Präsentation nach San Francisco eingeladen (ab 18.00 Uhr). Bereits bekannt ist, dass die Apple Watch im April zu einem Preis ab 349 Dollar auf den Markt kommen soll.

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Drei Ausführungen

Rätselraten gibt es aber unter anderem darüber, was die beiden hochwertigeren Varianten der insgesamt drei Ausführungen der Uhr kosten werden. Bei der Ausgabe mit einem Gehäuse aus 18-Karat-Gold rechnen Experten mit Preisen zwischen 5000 und 10 000 Dollar.

Jede Nacht aufladen?

Außerdem werden konkretere Angaben zur Batterielaufzeit erwartet. Nach bisherigen Informationen muss die Uhr jede Nacht aufgeladen werden. Aber nach jüngsten Verbesserungen halte sie bei gewöhnlicher Nutzung von morgens bis abends durch, berichtete der Blog “9to5Mac”. Bei der Ladezeit schwanken die Angaben in Medienberichten zwischen zwei und fünf Stunden.

Am Montag dürfte Apple auch den konkreten Starttermin für die Watch bekanntgeben. Laut bisherigen Berichten soll Deutschland unter den Startländern sein.

Bringt Apple Computeruhren aus der Nische?

Rivalen wie Samsung sind bereits seit mehr als einem Jahr mit Computeruhren auf dem Markt. Apple wird aber zugetraut, die Gerätekategorie aus der Nische in einen Massenmarkt zu bringen. Es ist der erste Vorstoß von Apple in eine neue Produktkategorie seit dem Tod des legendären Gründers Steve Jobs im Herbst 2011. Zuletzt war Apple vor rund fünf Jahren mit dem iPad den totgeglaubten Tablet-Markt reanimiert.

Breite Auswahl an Apps erwartet

Zum Start der Apple Watch dürfte eine breite Auswahl an spezial angepassten Apps für die Uhr verfügbar sein. Unternehmen wie Facebook, BMW sowie Fluggesellschaften und Hotels hätten in einem geheimen Apple-Labor ihre Anwendungen perfektionieren dürfen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Was die Apple Watch können soll

Die Watch soll unter anderem Kurznachrichten oder Neuigkeiten von Facebook anzeigen, Autos und Hotelzimmer aufschließen sowie über den Dienst Apple Pay zum Bezahlen an den Kassen eingesetzt werden können. Außerdem können Fitness-Informationen wie Herzfrequenz gesammelt werden.

Apps sollen nur zehn Sekunden am Stück genutzt werden

Die Uhr hat keinen eigenen Anschluss zum Internet und muss dafür ständig mit einem iPhone verbunden sein. Laut App-Entwicklern geht Apple davon aus, dass die Uhr pro Aktion etwa zehn Sekunden im Einsatz sein wird. Vieles könne per Sprachbefehl erledigt werden.

Experten trauen Apple zu, schon im ersten Jahr die Verkaufszahlen aller Rivalen zu übertreffen. So rechnet die Marktforschungsfirma Strategy Analytics damit, dass über die Hälfte der in diesem Jahr verkauften 28 Millionen Smartwatches von Apple kommen werde. Die Investmentbank Morgan Stanley schätzt, dass innerhalb von zwölf Monaten sogar 30 Millionen Geräte der Apple Watch abgesetzt werden könnten.

Spekulationen um neue Version von Macbook Air

Laut Medienberichten könnte Apple am Montag zusätzlich zur Uhr auch eine neue Version seines leichten Notebooks Macbook Air vorstellen. Der neue Bildschirm mit einer Diagonalen von 12 Zoll solle eine bessere Auflösung bekommen. Aktuell verkauft Apple Modelle mit Display-Diagonalen von 11 und 13 Zoll.

Apples Rivalen bei Computeruhren

Die Apple Watch wird gegen diverse Computeruhren der Konkurrenz antreten. Ein Überblick über die Rivalen:

SAMSUNG: Der Smartphone-Primus stieg mit seiner “Gear”-Reihe früh in das Geschäft mit Computeruhren ein und gilt als der Marktführer. Seit dem ersten Modell im September 2013 gab es unter anderem eine Sport-Version sowie die Gear S mit Mobilfunk-Anschluss. Samsung stieg von der Android-Plattform auf das hauseigene Betriebssystem Tizen um.

LG: Der südkoreanische Smartphone-Anbieter setzte im vergangenen Sommer bei seiner viereckigen LG G und der runden Watch R auf das speziell angepasste Google-Betriebssystem Android Wear. Zuletzt präsentierte LG das Modell “Urbane” mit Gold- und Silber-Optik und Mobilfunk-Anbindung. Es läuft mit einer aufgefrischten Version des alten Smartphone-Systems WebOS.

MOTOROLA: Die runde Moto 360 kam im vergangenen Herbst mit Android Wear auf den Markt. Sie kann unter anderem Benachrichtigungen von angeschlossenen Android-Smartphones oder Navigations-Anweisungen anzeigen.

HUAWEI: Der chinesische Smartphone-Anbieter und Netzwerk-Ausrüster will mit einer Uhr im zeitlosen Design punkten. Die vor wenigen Tagen angekündigte Huawei Watch soll aber erst im Sommer verfügbar sein.

PEBBLE: Das Start-up sorgte 2012 für Aufsehen, als es sich für seine erste Computeruhr mehr als 10 Mio. Dollar (aktuell 9 Mio. Euro) bei der Finanzierungsplattform Kickstarter sicherte. Die neue Version Pebble Time bekam ein farbiges E-Paper-Display und soll eine Woche ohne Nachladen laufen.

WITHINGS: Das französische Startup fing einst 2009 mit einer Waage mit WLAN-Anschluss an. Sein Modell Activité sieht aus wie eine klassische Uhr mit Zeigern, kann aber Schritte zählen, den Schlaf auswerten oder mit Vibrationen wecken. Durch die Beschränkung auf wenige Funktionen soll die Batterie acht Monate halten.

FITBIT: Der Spezialist für Fitness-Armbänder versucht sich auch an einer eigenen Uhr. Die Fitbit Surge ist vor allem für sportliche Aktivitäten gedacht. Sie kann den Weg per GPS mitschneiden und misst permanent die Herzfrequenz. Die Akkus sollen eine Woche ohne Nachladen auskommen. (APA/dpa/red)

Apple über die Apple Watch

 

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