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Die Straßen von Rankweil und ihre Geschichte (Teil 6)

VOL.AT stellt die Straßen Vorarlbergs in einer großen Serie vor.
VOL.AT stellt die Straßen Vorarlbergs in einer großen Serie vor. ©Emir T. Uysal
Churer Straße, Dr-Griß-Straße, Dr.-Summer Straße

VOL.AT stellt die Straßen Vorarlbergs in einer großen Serie vor.

Churer Straße (L 64) 
Verbindung zwischen der Sigmund-Nachbaur-Straße – Bahnunterführung nach Altenstadt. Die ehemals römische Provinz Rätia hieß im Mittelalter Churrätien und umfaßte das heutige Graubünden, Liechtenstein, das St. Gallische Rheintal südwärts, das Vorarlberger Oberland ab Götzis und das angrenzende Tirol bis Landeck. Zur Zeit der Merowingerkönige war dieses Territorium fast selbständig. Eine romanische Familie, die sogenannten “Viktoriden”, hatte die weltliche  inne bis Karl der Große um das Jahr 806 wieder eine Trennung der weltlichen und geistlichen Güter durchführte. Er setzte einen Gaugrafen ein, der seine Residenz in Vinomna (Rankweil) aufschlug. Rankweil wurde zugleich Hauptort des Drusentalgaues (Churwalchen). Dieses Vorarlberger Gebiet gehörte bis 1807 zum 
Bistum Chur. 

Dr.-Griß-Straße 
Verbindung von der Ringstraße (Hinterm Berg) zur Waigaustraße. Dr. Franz Josef Griß (1761-1847) wurde in Rankweil im ehemaligen Gasthof »Ochsen« (heute Geschäftshaus) geboren. Er absolvierte das Gymnasium in Feldkirch und studierte dann in Freiburg (Breisgau) Philosophie und Medizin. Zuerst ließ er sich in Rankweil, dann in Feldkirch als Arzt nieder, wo er 1796 zum Schützenhauptmann gewählt wurde. Dr. Griß zeichnete sich bei den Kämpfen gegen die französischen Truppen mehrfach aus. Er gilt als einer der bedeutendsten Vorarlberger Freiheitshelden. 1817 ernannte ihn Kaiser Franz I. zum Kreisphysikus in Bregenz. 

Dr.-Summer-Straße 
Verbindung zwischen der Bifangstraße und der Straße Im Grisseler (östlich der Volksschule Montfort). Dr. theol. Johannes Ev. Summer wurde 1670 in Fraxern geboren und legte mit bestem Erfolg seine Studienlaufbahn zurück. Nach seelsorglicher Tätigkeit in Schwaz und Hall wurde er als Universitätsprofessor für Exegese an die Universität Innsbruck berufen. Er war dort zeitweilig auch Dekan und Rektor magnificus. Als geistlicher Rat der Fürstbischöfe von Brixen und Chur genoß er großes Ansehen. Über sein Ersuchen wurde er 1722 Pfarrer in Rankweil. Er verfaßte ein Wallfahrtsbüchlein mit einer historisch-geographischen Beschreibung der Pfarre Rankweil. Im Dezember 1737 verstarb er nach kurzer Krankheit. 

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