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Die Spuren des Dramas

©VOL Live/Bernd Hofmeister
Bregenz - Die Verbindung mit dem mutmaßlichem Kindsmörder machte Cains Mutter zur Außenseiterin.
Gedankenwelt des Täters
Beamte sehen keine Versäumnisse

Die Geschwister Jennifer und Philipp Lais waren Nachbarn von Cains Mutter und deren drei Schwestern in der Bregenzer Achsiedlung. Als die Eltern der vier Mädchen vor Jahren bei einem Unfall ums Leben kamen, wohnten die Geschwister bei ihrer Tante. „Die hat sich rührend um sie gekümmert und auch Cains Mutter übernahm früh Verantwortung, hat nach den jüngeren Schwestern gesehen“, erzählt die 21-jährige Jennifer Lais. Die Mutter des getöteten Buben sei für sie eine Art Vorbild in der Achsiedlung gewesen. „Weil sie so stark schien, mit beiden Beinen im Leben stand“, so Jennifer. Die angehende Sozialbetreuerin bewunderte die Älteste der vier Waisen auch deshalb, „weil sie gut Hip-Hop tanzen konnte.“ So trat sie mit einer Tanzgruppe sogar auf der Dornbirner Messe auf. Bis vor gut eineinhalb Jahren kam sie auch mit den beiden Buben noch ins „Westend“ zum Tanzen. „Es waren aufgestellte, liebe Kinder. Der Ältere hat sogar mitgetanzt.“ Glück mit den Männern hatte die spätere Kellnerin nicht. Auch der Kindsvater kam mit dem Gesetz in Konflikt, sitzt derzeit eine Haftstrafe ab und ist deswegen in diesen schrecklichen Tagen nicht präsent. „Obwohl er“, so Jennifer, „offensichtlich ein guter Vater war.“ Einen engen Kontakt mit einer der Schwestern hatte Jennifers Bruder Philipp. Regelmäßig beaufsichtigte der heute 15-Jährige gemeinsam mit seiner Kameradin die beiden Kinder. „Als sie dann mit Cain und seinem Bruder an den jetzigen Wohnort zog und dieser Milosav in ihr Leben trat, war es aber damit vorbei. Ich weiß, dass nur noch meine Freundin dort regelmäßig vorbeikam. Eine andere Schwester, die selber Mutter ist, wollte dorthin nicht mehr auf Besuch kommen. Mit dem Mann wollte sie nichts zu tun haben.“

Überall gewalttätig

Milosav M. zog eine Spur der Gewalt bereits an seinem gemeldeten Wohnort in Höchst. Am 5. November des Vorjahres – er wohnte damals schon bei Cains Mutter – zeigte ihn eine Schweizer Freundin beim Posten an. Er habe ihr den Pass abgenommen und sei gewalttätig geworden. Als die Beamten Milosav M. im Hause seiner Eltern stellten, wurde er gegen die Beamten handgreiflich und handelte sich eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt ein. Zudem wurde eine Waffe bei ihm gefunden. Drei Tage später rief M.s Mutter bei der Polizeiinspektion an. Ihr Sohn randalierte und verwüstete Teile der Wohnungseinrichtung. Folge für Milosav M.: Er erhielt ein Betretungsverbot für die elter­liche Wohnung.

Warten auf Auslieferung

Noch nicht feststand gestern der Auslieferungstermin von Milosav M. Er steht unter dem dringenden Verdacht, den dreijährigen Cain zu Tode geprügelt zu haben. Chefermittler Norbert Schwendinger vom Bregenzer Landeskriminalamt hofft, dass die Auslieferung in Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden innerhalb der kommenden Woche passiert. Einvernommen wurde gestern die Mutter des getöteten Cain. Über den Inhalt wollte Schwendinger keine Angaben machen.

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