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Die Schule der Zukunft entsteht in Hard

Vizebürgermeisterin und Bildungsreferentin Eva-Maria Mair am möglichen Schulstandort am See.
Vizebürgermeisterin und Bildungsreferentin Eva-Maria Mair am möglichen Schulstandort am See. ©Andrea Fritz-Pinggera
Dort wo die roten Teufel des HC Alpla Hard ihre Handballerfolge feiern und der überdachte Eislaufplatz zum Sport einlädt, soll in unmittelbarer Nähe die neue Volks- und Mittelschule Hard entstehen.

Vor knapp einem Jahr, im Jänner 2013, entschied die Gemeindevertretung Hard nach intensiver Vorarbeit die Verlegung der Volks- und Mittelschule an einen neuen Standort. Beide befinden sich als ein aus unterschiedlichen Epochen stammender Gebäudekomplex derzeit im Dorfzentrum. Das ältere der miteinander verbundenen Gebäude wurde anno 1902 eröffnet, 50 Jahre später ein Zubau errichtet. Die jetzige Mittelschule Markt wurde 1966 fertiggestellt. Städtebauliche, ökonomische und schulorganisatorische Fragen waren Gründe für die Entscheidung zum Schulneubau. Eine Schule, die alle Stücke spielt, neuesten pädagogischen Konzepten entsprechen kann und für die Schülerinnen wie Lehrpersonen gleichermaßen ein befruchtendes und positives Arbeitsumfeld darstellt, soll ab 2015/2016 neben der Sporthalle am See entstehen. Auch die nahen Sportanlagen bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten für die 550 Schüler in derzeit 27 Klassen (300 Volksschüler, 250 Mittelschüler) und 70 Lehrer.

Chance für Hard

Vizebürgermeisterin Eva-Maria Mair: „Die Neuerrichtung der beiden Schulen bei der Sporthalle am See ist ein exzellentes Projekt und bietet eine einmalige Chance für Hard. Das Konzept wurde perfekt vorbereitet, alle stehen dahinter. Eine Sanierung der 100 Jahre alten Volksschule hätte das Gebäude kaum fit für neue pädagogische Anforderungen gemacht. So wurde in enger Zusammenarbeit mit den Direktoren Christian Grabher (VMS Markt) und Karin Dorner (VS Markt), Bezirksschulinspektor Christian Kompatscher und Architekt Gruber und zahlreichen weiteren Experten die Parameter für einen Architektenwettbewerb umrissen. Besonderes Augenmerk gilt der Innenraumgestaltung, Funktionalität, dem pädagogischen Konzept der Qualität der Außenräume, der Energetik und Wirtschaftlichkeit. Der schalltechnische Schutz der Nachbarn ist eine weitere wichtige Vorgabe. Das Wettbewerbsgebiet erstreckt sich über die bestehenden Parkplätze der Sporthalle, im Süden in der Flucht der Hauptfassade der Sporthalle Richtung Lauterachbach und im Norden entlang des Lärmschutzwalls inkl. Kunstrasenplatz (siehe Grafik). Wo das Projekt genau realisiert wird, hängt von den Entwürfen der Architekten ab. Derzeit ist noch alles offen. Nur soviel: die Bausubstanz des alten Volksschulgebäudes wird erhalten bleiben.”

Lern- und Ganztagesangebote

Künftig wird man sich auch in Hard weiter wie im Mittelschulkonzept vorgesehen vom Frontalunterricht abkehren und verstärkt in Kleingruppen und modularen Lernlandschaften unterrichten. Es wird Räumlichkeiten geben, in denen sich Schüler zurückziehen können, sporteln, Hausübungen machen etc. Ein umfassendes Angebot mit einem Mix aus Schule, Unterricht, Musik, Sport und Co soll damit bereits den Volksschülern zur Verfügung stehen. Integrationsklassen, Projekt- oder Freiarbeit, Ganztagesangebote samt Mittagsbetreuung mit oder ohne Mahlzeit und Nachmittagsbetreuung sind weitere Merkmale. Der Neubau soll neben den Räumen für die Volks- und Mittelschule zwei neue Turnhallen als Ergänzung zur Sporthalle am See enthalten und wird eine Nutzfläche von ca. 9000 Quadratmetern umfassen.

Gemeinsame Nutzung

Avisiert wird, die Trennung zwischen beiden Schulen weitgehend aufzulösen und möglichste viele pädagogische und räumliche Synergien zu nutzen. Verwaltungstechnisch bleiben die Schultypen eigenständig. Neun Module, sogenannte Cluster, mit je drei Klassen sollen so gestaltet werden, dass sie wahlweise von der Volks- oder Mittelschule genutzt werden können. Verschränkter Unterricht – was bedeutet dass mehrmals im Laufe eines Tages Unterrichts-, Lern- und Freizeit einander abwechseln – sowie die absehbare Entwicklung zur Ganztagsschule bilden die Basis für die künftigen Planungen. Individuelle Förderungen, selbstorganisiertes und offenes Lernen, Team- und Projektunterricht erfordern neue Ansätze und Konzepte, die als Wettbewerbsgrundalge erarbeitet wurden.

Frischküche und Arbeitsplätze

Es werden sogenannte „Inputräume”, auch Ausweichräume, Förderräume, Lernlandschaften oder Freiarbeitsplätze genannt, entstehen. Die neue Schule ist ganztagstauglich und umfasst als zusätzliches Angebot eine Schulturnhalle, die abtrennbar sein wird. Mehr Fläche wird auch für eine spezielle, qualitative Neuerung erforderlich: Es wird eine Frischküche, installiert, um die Kinder weg vom Junkfood und Kantinenessen hin zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu führen. Geht es den Mitarbeitern gut, geht es der Schule geht: Darum sind ausreichend dimensionierte und gut ausgestattete Arbeitsplätze für die Lehrpersonen ein wichtiger Bestandteil des neuen Konzeptes.

Zeitlicher Fahrplan

Auch 300 überdachte Fahrradabstellplätze sowie die Erschließung des kleinen Trampelpfades neben dem Sportplatz bringen Verbesserungen. Fußgänger und Radfahrer erhalten einen beleuchteten neuen Verbindungsweg zwischen der Sporthalle und den Sportplätzen am See sowie dem Altenwohnheimsareal und Stedepark. Der Fahrplan sieht vor, dass der Architekturwettbewerb bis Februar 2014 dauert, im März erfolgt die Vorsortierung der Projekte, bis Frühsommer steht der Sieger fest, und Herbst 2014 soll die Detailplanung erfolgen. Der Bau soll voraussichtlich im Herbst 2015, spätestens Anfang 2016 beginnen und ab 2018 fertiggestellt sein. Als Sachpreisrichter fungieren Bürgermeister Harald Köhlmeier und Bezirksschulinspektur Christian Kompatscher sowie die Gemeindevertreter Architekt Eckehard Krischke, Johannes Reumiller, Georg Klapper und Alwin Riedmann. Die Fachpreisrichter sind die Architekten Prof. Roland Gnaiger, Hans Hohenfellner, Hans Gangoly, Georg Huber und Andreas Cukrowicz.

Schüler aus dem Zentrum?

Die Standortverlegung der Schule erfährt große Zustimmung aus der Bevölkerung. Einzelne Stimmen bedauern allerdings dass mit den Schülern auch das junge, belebende Potential aus dem Zentrum verschwindet. Bildungsverantwortliche Eva-Maria Mair: „Es ist ganz wichtig was mit dem jetzigen Standort passiert. Das bestehende Schulareal im Zentrum darf laut Gemeindevertretungsbeschluss nicht verkauft werden. Optionen gäbe es viele: Als Archiv, neuer Musikschulstandort, Treff für die Kinderfürsorge, Kindergarten. Fakt ist, dass dort weder Wohnungen noch Geschäfte errichtet werden. Wir haben noch Zeit, vielleicht ergeben sich bis dahin noch interessante Optionen. Gute Überlegungen benötigen Zeit!”

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