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Die Schattenseiten des Lebens

Das Theatererlebnis "Schatten" regte zum Nachdenken an.
Das Theatererlebnis "Schatten" regte zum Nachdenken an. ©Emir T. Uysal
Interdisziplinäres Bühnenstück zum Thema Depression.
Schatten von Brigitte Knapp (2019)

FELDKRICH Leistungsdruck, familiäre Bürden und ein verblendetes Bild der Perfektion treiben viele dazu manchmal eine falsche Entscheidung zu treffen. Doch in der Leistungsgesellschaft darf man keinen Makel haben, man ist selbst dafür verantwortlich, dass das Leben – reibungslos – läuft. Aber sie (gespielt von Brigitte Walk) hat eine unsichtbare seelische Krankheit, die den ganzen Menschen erfasst und dennoch keine erkennbaren Blessuren aufweist. Der Appell an die Einzelne, sich doch nicht hysterisch zu verhalten, liegt nahe. Autorin Brigitte Knapp thematisiert in „Schatten“ die Überforderung unserer Gesellschaft mit dem Thema Depression. Fast jeder Fünfte leidet einmal in seinem Leben an Depressionen, doch wird die Erkrankung von Betroffenen und in der Gesellschaft immer noch verdrängt, verharmlost und marginalisiert. Diese Koproduktion von „walktanztheater.com“ mit „westbahntheater innsbruck“, „tanzschmiede/fucinadanza meran“ und „gemischtes doppel st.gallen“ taucht ins tiefe Unterbewusstsein ein. Und drückt banale Leichtigkeit ein schweres Laster auf.

Verleugnung und Selbstüberschätzung

Gespielt wurde das Stück im Alten Hallenbad von Luka Oberhammer (Tirol), Walk (Vorarlberg), Konrad Hochgruber (Tirol), Martin Carnevali (München) und den Tänzern Anastasia Kostner (Südtirol) sowie Tobias Spori (St. Gallen). „Ich kann nicht – mein Schatten wiegt zu schwer …“ Die Schwester eines Mannes erkrant an Depression. Seine Frau hat kaum Verständnis, warum gerade er sich um sie kümmern muss. Dazu kommt das der leitende Therapeut selbst im Konflikt mit der Überforderung steht. Das macht die Erkrankte noch mehr zu Außenseitern und treibt sie in Rückzug und Isolation. Hilflosigkeit und Schuldgefühle belastet die Betroffene wie auch ihr Umfeld.

Sätze werden angedeutet, selten bis zu Ende gesprochen: Der Text lotet das Spannungsgefüge zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Hoffnung und Fatalismus, Verbundenheit und Isolation, Verständnis und Unverständnis aus und beschreibt in einem Wechselspiel von Licht und Schatten einen Zustand, für den es uns oft die Worte fehlen. Ein Reigen. Vier Menschen kämpfen um ihre Beziehungen und ringen nach Worten. Sie hetzen ihnen hinterher und sind doch nicht im Stande sie zu greifen, zu begreifen. ETU

Nach fünf Vorstellungen in Feldkirch zieht das Theater weiter in die Schweiz. Am 23./24./25./27. Und Oktober findet die Premiere in der Grabenhalle St. Gallen statt. 25.-27.10. / 1.-3.11.2019 6 Vorstellungen am westbahntheater Innsbruck 8. und 10. November 2019 Italien Premiere mit je einer Aufführung im UFO Bruneck und am Stadttheater Gries Bozen im Rahmen von Alpsmove.

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