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Die nächsten Schritte bei "Rhesi" - Bodenerkundung

Informationsveranstaltung zu Hochwasserschutzprojekt Rhesi in Koblach.
Informationsveranstaltung zu Hochwasserschutzprojekt Rhesi in Koblach. ©IRR/rhesi.org
Am Donnerstag präsentierten die Verantwortlichen des größten Infrastrukturprojekts beiderseitig des Rheins die nächsten Planungsschritte im Hochwasserschutzprojekt.
Rhesi Vorher/Nachher
Rhesi im Modellversuch

Mit dem Projekt Rhesi wird im Fall eines extremen Hochwassers die Sicherheit für rund 300’000 Menschen im Rheintal erhöht. Aktuell basieren die Planungen für das Projekt Rhesi auf dem 2018 vorgestellten, sogenannten "Generellen Projekt". Als nächster Schritt wird das Genehmigungsverfahren in der Schweiz und Österreich vorbereitet, wie Gesamtprojektleiter Dr. Markus Mähr von der Internationalen Rheinregulierung (IRR) am Donnerstag bei einem Informationsabend in Koblach informierte.

Die Internationale Rheinregulierung stellt die aktuellen Planungsarbeiten für das Projekt Rhesi vor. ©IRR, Bilder Robert Hangartner

Erkundungen des Untergrunds

In der derzeitigen Phase der Genehmigungsplanung werden die Unterlagen und Daten bis zur geplanten Projekteinreichung Ende 2021 weiter optimiert. Für eine noch genauere Planung sind daher auf der gesamten Projektstrecke von der Illmündung bis zum Bodensee geotechnische Untersuchungen des Bodens und der Hochwasserdämme sowie Vermessungen notwendig – gerade auch im Bereich der geplanten Dammabrückung auf Höhe von Koblach und Meiningen bzw. der Frutzmündung. Ab Februar 2020 werden dafür im Auftrag der IRR Erkundungsbohrungen durchgeführt. Im Zuge dieser Arbeiten wird die geplante Dammachse mit Stangen ausgesteckt und sichtbar gemacht. So werden bessere Kenntnisse des Untergrunds und des Aufbaus der Hochwasserdämme sowie detaillierte Grundlagen der Topografie, der Höhe der Hochwasserdämme, der Lage der Brücken und Strassen sowie der Lage der Lebensräume ermittelt.

Begleitende Modellversuche

Parallel zur Ermittlung von Echtdaten in der Natur wird in Modellen untersucht, wie sich die Sohle des Rheins bei einer Verbreiterung verhält, wo Sandinseln entstehen und wo Vertiefungen auftreten. Dafür ist derzeit in der 4.700 Quadratmeter grossen Modellversuchshalle in Dornbirn der Rhein-Abschnitt von Widnau bis Höchst im Massstab 1:50 nachgebaut. Ende 2020 wird dann der Bereich Oberriet bis Koblach mit der Dammabrückung modelliert. Am 16. Mai 2020 findet für die allgemeine Öffentlichkeit ein weiterer "Tag der offenen Tür" statt.

Reges Interesse bei der Bevölkerung

"Wir informieren die Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins laufend über das geplante Hochwasserschutzprojekt Rhesi. Dafür suchen wir auch immer den direkten Kontakt und offenen Austausch mit den betroffenen Menschen – wie heute in Koblach", freut sich Mähr über das rege Interesse am Infoabend im Gemeindesaal "Dorfmitte". In der Diskussionsrunde im zweiten Teil des Abends beantwortete das Projektteam der IRR die zahlreichen Fragen der Teilnehmer.

Die Experten stellen sich den Fragen des interessierten Publikums. ©IRR, Bilder Robert Hangartner

(VOL.AT)

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