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Die Möglichkeit des Wandels

Jetzt geht es um die Möglichkeit eines Wertewandels, auch der persönlichen Reflexion.
Jetzt geht es um die Möglichkeit eines Wertewandels, auch der persönlichen Reflexion.
Oder vom Viruseffekt, der auch Chancen birgt. Ein Kommentar von Psychologin und Psychotherapeutin Mag. Sabine Fleisch MSc.

Das Coronavirus hält Länder auf der ganzen Welt auf Trab und zeigt auf, dass wir letztlich alle im selben Boot sitzen – es keine Grenzen gibt, nur eine Menschheit.

Die aktuelle Situation macht deutlich wie fragil unser politisches, wirtschaftliches und soziales System ist, welches vor einem unmittelbaren Umbruch steht. Wohin die Entwicklung geht, weiß letztlich niemand. Doch wer trägt die Verantwortung für die Ereignisse der jüngsten Zeit, und ist es berechtigt, an einem Gott zu zweifeln, der solches Leid zulässt?

Entfremdung

Vielleicht müssen wir aber gar nicht außerhalb von uns selbst nach einem Schuldigen suchen, sondern vor unseren eigenen Türen kehren. Wir Menschen haben lange versucht, die Natur zu beherrschen und die Demut vor der natürlichen Ordnung verloren. Durch vermeintlich fortschrittliche Entwicklungen, Profitdenken und raschem wirtschaftlichen Wohlstand haben wir Bedingungen geschaffen, die als Begleiterscheinung Unterdrückung und Ausbeutung mit sich gebracht haben. Das grenzenlose Wachstum Einzelner auf Kosten der Gemeinschaft, die Ungleichverteilung von Ressourcen sowie der Missbrauch von Geld als Machtmittel, hat den Menschen von seinem wahren Wesen immer mehr entfremdet und so auch den Zustand der Gesellschaft und der Umwelt, der gesamten Erde, destabilisiert.

Rückbesinnung

In diesem Fall, liegt es an jedem Einzelnen selbst, sich wieder rückzubesinnen und wiederanzubinden an eine größere Ordnung, welche die Dimension des logisch analytischen Verstands übersteigt. Es geht um ein Bewusstsein von Wissen und Weisheit, eine Verbindung von Herz, Intuition und Verstand, die uns zu wahren Menschen macht, zu Menschen, die in Einklang mit der Natur und ihren natürlichen Rhythmen leben.

Wir haben nur einen Planeten und eine Menschheit, die eine Realität, der wir uns zu stellen haben – das ist unsere Verantwortung. Die aktuelle Situation ist eine Aufforderung, innere Einkehr zu halten und auf die Seele zu achten.

Entschleunigung

Es geht um den Prozess der Entschleunigung und Reinigung, um die Möglichkeit eines Wertewandels und um Gedanken- wie Gesellschaftshygiene. Mehr um Selbstverantwortung als um Schuldfragen. Die Zeit um freiwillig „Mensch zu sein“, haben wir verspielt, nun werden wir von außen dazu aufgefordert. So ist diese Krise zugleich Anlass mitmenschlicher, mitfühlender und untereinander verbundener zu werden, um zu unserer wahren Natur zu erwachen.

Und so handelt es sich bei diesen Worten nicht um reinen Zweckoptimismus, sondern um ein tiefes Vertrauen in die Möglichkeit des Wandels, als Chance sowohl Einzelner als auch für das Kollektiv.

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